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Krefeld: CDU stellt Anträge zur Sicherheit

Sicherheit in Krefeld : Wie sicher fühlen sich die Frauen in der Krefelder Innenstadt?

Un-Parteiisch In den zuständigen Fachausschüssen legt die CDU-Fraktion ein Antragspaket vor. Damit möchte sie das Sicherheitsempfinden verbessern.

Die Anträge Die CDU-Fraktion hat am Mittwoch zwei Anträge zum Thema „Sicherheit für Frauen in Krefeld“ eingebracht. Sie sollen im Ordnungs- und Sicherheitsausschuss  sowie im Planungsausschuss behandelt werden. Zum   einen   fragt  die  CDU  darin an die Adresse der Stadtverwaltung nach  einem Sachstandsbericht,  welche  Maßnahmen diese in Zusammenarbeit mit  der  Polizei durchführt, um die Sicherheit von Frauen zu erhöhen. Und zum  anderen  möchte  die CDU ein Konzept erarbeiten lassen, mit dessen Hilfe das Sicherheitsempfinden von Frauen  erhöht werden kann. Darüber hinaus soll die Stadtverwaltung  eine gemeinsame Sitzung der zuständigen Ausschüsse zum Thema „Sicherheit im Bereich Stadtplanung“ organisieren. Nicht zuletzt erinnert Ratsherr Walter Fasbender daran, dass die CDU schon vor einiger Zeit einen „Runden Tisch“ zur Sicherheit in der City gefordert habe.

Der Zusammenhang Die Fraktion begründet ihren Vorstoß damit, dass Frauen aller Altersklassen teilweise Angst hätten, in den Abend- und Nachtstunden in der Krefelder Innenstadt unterwegs zu sein. Das individuelle Sicherheitsempfinden sei gesunken. Sie bezieht sich auf Presseberichte sowie Schilderungen der CDU-Frau Simone  Roemer. Diese hatte kürzlich in einem Zeitungsartikel von Frauen berichtet, die bedrohlich angebaggert würden. Auch Polizeipräsident Rainer Furth hatte im Interview mit der WZ von solchen Vorfällen in Krefeld erzählt. Er selbst zeige dann seinen Dienstausweis – womit die Situation oft schnell gelöst sei.

Die Bewertung Mit dem Präsenzkonzept Innenstadt der Polizei und dem von Oberbürgermeister Frank Meyer angestoßenen Konzept „Handeln und Helfen“ ist Krefeld schon seit geraumer Zeit auf dem richtigen Weg. Dennoch ist es legitim, über weitere Maßnahmen zu beraten, so zum Beispiel zur Vermeidung dunkler Ecken durch bessere Beleuchtung. Auch über mehr Ordnungspersonal im Streifendienst oder eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze, so wie von der CDU vorgeschlagen, kann man nachdenken. Die Faktenlage, auf der der Vorstoß der Fraktion beruht, ist derzeit aber viel zu dünn, um gleich konkrete Beschlüsse zu fassen. Wichtiger erscheint im Augenblick die konsequente Anwendung bestehender Regelwerke und eine Schwerpunktsetzung für die Innenstadt. Auch dafür hatte sich Rainer Furth ausgesprochen.