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Krefeld: Bezirksvorsteher Merkel fordert bezahlbaren Wohnraum

Wiesenhof : Wiesenhof als Chance

Ost-Bezirksvorsteher Wolfgang Merkel: Krefeld braucht bezahlbaren Wohnraum.

Nach dem Artikel „Großstädte gewinnen junge Einwohner – Krefeld nicht“ hat sich der Bezirksvorsteher von Krefeld-Ost, Wolfgang Merkel, an unsere Redaktion gewandt. Er schreibt als SPD-Politiker und als Familienvater. In den Mittelpunkt stellt er das umstrittene Bauvorhaben Wiesenhof. Dieses sieht er als Chance, jungen Familien Wohnraum anbieten zu können.

„Anfang der 1990er Jahre sind wir, Vater, Mutter und zwei Kinder, in die Neubausiedlung Leydelstraße gezogen. Das Gebiet hat wahrscheinlich mehr Wohneinheiten, als am Wiesenhof je geplant werden können, und zeichnet sich durch eine sehr enge Bebauung aus.“ Die heute erwachsenen Kinder seien beide verheiratet, die Tochter zweifache Mutter. „Beide Kinder wollten in Krefeld bleiben: Ein kleines Häuschen mit Garten sollte es sein.“ Doch trotz zweijähriger Suche habe man nichts Bezahlbares finden können. Ergebnis: „Meine Tochter wohnt in Neukirchen-Vluyn, mein Sohn in Vennikel (Kreis Moers).“Es sei schade, dass es in Krefeld kaum attraktive, bezahlbare Einfamilienhäuser gebe. Umso mehr verwundere ihn die „Fundamentalopposition“ einiger Anlieger gegen den Wiesenhof. Nach dem einleitenden Beschluss zum B-Plan würden nun Gutachten erarbeitet. „Und wenn das Ergebnis lautet, dass man dort nicht bauen kann, ist der B-Plan tot. Aber sollten wir nicht zumindest dieses Prüfverfahren abwarten?“

Seine Kinder könnten nicht nachvollziehen, was in Krefeld „abgeht“, so Merkel. Die Innenstadt sei für junge Familien mit Kindern nicht sehr attraktiv – und am Stadtrand werde mit allen Mitteln Neubau verhindert.