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Krefeld: Bei PCR-Test Untervariante der britischen Mutation entdeckt

Corona in Krefeld : Mehr Mutationen auch in Krefeld

Die Fallzahl der Corona-Mutationen steigt auch in Krefeld weiter an. Vor allem die britische Variante ist stark verbreitet.

Bei den 380 positiven PCR-Corona-Tests, die in Krefeld zwischen dem 20. und 26. März vorgenommen worden sind, wurde auch eine Untervariante der britischen Mutation entdeckt. Das hat Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen am Dienstag berichtet. Diese Untervariante sei in Deutschland bisher sehr selten festgestellt worden. Die Familie des Infizierten ist isoliert, das Infektionsrisiko für Dritte damit gering. Bei den besagten 380 Tests ist 193-mal die britische und 23-mal die südafrikanische Variante festgestellt worden. „Der Anteil der Mutationen steigt auch bei uns“, hält Lauxen fest.

Den zweiten Tag hintereinander gesunken ist dagegen die Zahl der aktuell infizierten Personen: Die Statistik weist nun 468 Corona-Kranke aus, das sind 27 weniger als am Vortag (495). Dennoch ist die Sieben-Tages-Inzidenz leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut hat für Krefeld jetzt den Wert 162,7 ermittelt (Vortag: 159,2).

21 Personen werden mit Corona in Krankenhäusern behandelt, fünf davon intensiv-medizinisch, vier müssen beatmet werden (Vortag: 1). Die Zahl der Corona-Toten beträgt weiter 139. Bei bislang 9495 Schnelltests gab es 73 positive Befunde.

Ein neuer Corona-Fall ist aus der Kita Remscheider Straße gemeldet worden.

Die Stadt hat 1600 zusätzliche Biontech-Impfdosen erhalten. „Diese gehen im Schwerpunkt an Risikopatienten“, so Lauxen. Das Impfzentrum werde auch über Ostern arbeiten. Zudem gehen am Mittwoch, 31. März, die Anschreiben des Landesgesundheitsministers an die 79-Jährigen raus. Diese können sich ab dem 6. April für eine Impfung anmelden. Auch die Hausärzte werden ab diesem Zeitpunkt mit Impfungen beginnen.

Ebenfalls am 6. April werden die städtischen Kultureinrichtungen wieder öffnen. Rein kommt aber nur, wer einen frischen negativen Schnelltest vorweisen kann. Nur die Villa Merländer öffnet erst am 7. April.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat am Montag in der Innenstadt zwölf Bußgelder über 50 Euro wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht verhängen müssen. Vier solcher Bußgelder und fünf weitere wegen der Verweigerung der Angabe von Personalien (100 Euro) waren zusätzlich in Zusammenhang mit einer Demonstration erforderlich.

Wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte hat der KOD ein Strafverfahren gegen einen etwa 50 Jahre alten Mann eingeleitet, der ohne Maske auf der Hochstraße unterwegs war. Der Mann stieß einem KOD-Mitarbeiter einen Ellenbogen in die Rippen, der später ambulant behandelt werden musste und seinen Dienst bisher nicht wieder aufnehmen konnte. Der Täter verweigerte die Nennung der Personalien und versuchte zweimal zu flüchten. Er wurde von den KOD-Dienstkräften auf dem Boden fixiert, bis die Polizei eintraf.