Strom und Gas Anbieterwechsel bei Strom und Gas lohnt sich wieder

Die Verbraucherzentrale NRW in Krefeld gibt Tipps zum Wechsel des Energieversorgers und zeigt, wo sich Geld sparen lässt

 Die Preise könnten bei einem Wechsel günstiger werden.

Die Preise könnten bei einem Wechsel günstiger werden.

Foto: dpa/Marcus Brandt

Die Energiekrise hat in den vergangenen Jahren für stark gestiegene Strom- und Gaspreise gesorgt. Nach einer kleinen Erholung zum Ende des letzten Jahres schicken nun einige Anbieter wieder Schreiben mit Preiserhöhungen an ihre Kunden. Wie bereits angekündigt werden auch SWK-Bestandskunden teils erhebliche Erhöhungen erhalten. „Bei Preiserhöhungen steht Verbrauchern grundsätzlich ein Sonderkündigungsrecht zu und ein schneller Tarif- oder Anbieterwechsel ist auch bei Verträgen mit eigentlich längerer Laufzeit möglich“, erklärt Peter Lindackers, Leiter der Beratungsstelle Krefeld der Verbraucherzentrale NRW. Die Verbraucherzentrale NRW hat drei Tipps zusammengestellt, worauf private Haushalte dabei achten sollten.

Aktuelle Neukundenpreise
und Sparpotentiale ermitteln

Viele Energieanbieter bieten wieder günstigere Tarife an. Derzeit sind bei Strom Arbeitspreise bereits unter 30 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh) verfügbar, bei Gas lassen sich Preise bereits unter neun Ct/kWh finden. Die angekündigten Preiserhöhungen für Bestandskunden bedeuten teilweise eine Erhöhung von fast 50 Prozent. Ein Preisvergleich ist daher sinnvoll.

Bestandskundenverträge
kritisch prüfen

Viele Verbraucher sind noch in teuren Bestandskundentarifen aus der Hochzeit der Energiekrise. Wurden diese bisher durch die Energiepreisbremsen abgefedert, schlagen die hohen Tarife jetzt voll durch. Bei diesen Tarifen lohnt sich auch ohne aktuelle Preiserhöhung eine Vertragsprüfung. Dabei ist es wichtig, die Restlaufzeit und Kündigungsfrist herauszusuchen, um den richtigen Zeitpunkt für einen Anbieterwechsel zu finden. Ist man aktuell in der Grundversorgung, lässt sich der Vertrag jederzeit, unter Berücksichtigung der gesetzlichen zweiwöchigen Frist, kündigen.

Vergleichsportale sollten
richtig genutzt werden

Online-Vergleichsportale sind nützliche Instrumente, um den richtigen Strom- oder Gas-Tarif ausfindig zu machen. Wichtig dabei ist, die Voreinstellungen des Vergleichsportals individuell anzupassen, bevor man einen Tarifvergleich vornimmt. Um möglichst viele Tarife angezeigt zu bekommen, sollte der Filter „direkte Wechselmöglichkeit über das Portal“ ausgestellt sein. Auch Empfehlungen des Vergleichsportals schränken die Tarifauswahl unnötig ein. Aktuell empfehlenswert sind Tarife mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei sollten Verbraucher darauf achten, dass vertraglich zugesicherte Preisgarantien enthalten sind. Wichtig vor einem Vertragsabschluss: Den potenziell neuen Anbieter mittels einer kurzen Internetrecherche überprüfen, um festzustellen, ob der Anbieter durch sein Geschäftsgebaren in der Vergangenheit negativ aufgefallen ist.

Im Fall der Sonderkündigung müssen Verbraucher sich in ihrem Kündigungsschreiben auf die Preiserhöhung beziehen. Grundsätzlich reicht die Kündigung per E-Mail. Um den Zugang im Zweifel beweisen zu können, empfiehlt sich aber die Versendung per Einschreiben. Soll der Vertrag regulär zum Ende der Laufzeit beendet werden, übernimmt die Kündigung oft auch der neue Anbieter.

Weitere Informationen zum Wechsel des Strom- oder Gasanbieters gibt es auch im Internet unter:

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