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Krefeld: Adventstürchen gewährt Einblick ins „Et Klöske“

WZ-Adventsaktion aus Krefeld : Geheimnisvolle Orte in Krefeld – Siebtes Adventstürchen gewährt Einblicke ins „Et Klöske“

Bei der diesjährigen WZ-Adventsaktion wollen wir Ihnen Orte in Krefeld zeigen, in die man sonst kaum hinein schauen kann. Hinter dem siebten Türchen versteckt sich „Et Klöske“.

Adventstürchen Nummer sieben:

Man könnte meinen, dass der Nikolaus in Uerdingen wohnt. Genauer gesagt: an der Oberstraße. Dort steht „Et Klöske“, also der kleine Nikolaus.

Eine Statue des Heiligen im Giebel hat dem ganzen Haus, dessen Tür wir heute im Rahmen unseres Adventskalenders öffnen, seinen volkstümlichen Namen gegeben. Für die Mitglieder der Gesellschaft „Schlaraffia Crefeldensis“ ist „Et Klöske“ allerdings die „Schlaraffenburg“: 2003 machten sie das ehemalige Hospital, 1403 erstmals urkundlich erwähnt, zu ihrer Heimstatt. Schlaraffia ist eine weltweite Vereinigung, in der sich seit 1859 Männer zusammengeschlossen haben, die sich der Pflege der Kunst, der Freundschaft und des Humors verpflichtet sehen. „Et Klöske“ wurde zur achten „Burg“ des Vereins in Krefeld.Weit über 100 000 Euro an Geld und Eigenleistung sind von den „Schlaraffen“ in die Sanierung gesteckt worden. So wurden Dach, Wände, Kellerräume, Glockenturm, Fenster und Heizung instand gesetzt. Vor allem der Schutz der vom Verfall bedrohten Wandmalerei aus dem 14. Jahrhundert liegt dem Verein bis heute am Herzen.Im Rittersaal, der einstigen Kapelle des „Gasthauses zum Hl. Michael“ (Gasthaus bedeute damals ein Haus für Kranke, Obdachlose, Waisenkinder), befindet sich ein Schrein mit Fotos der verstorbenen Vereinsmitglieder. Außerdem 95 Wappen gegenwärtiger und ehemaliger Ritter – sowie die Original-Statue des Heiligen Nikolaus. Die Holzskulptur, um 1790 angefertigt, gehörte zum Altarensemble der Pfarrkirche St. Peter und wurde 1814 vor einem Rhein-Hochwasser hierher in Sicherheit gebracht. Seit 1970 befindet sich St. Nikolaus im Haus, bei der Figur im Giebel handelt es sich um eine Kopie.

(red)