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Krefeld: 6000 Euro für das Stups-Kinderzentrum

Spendeninitiative : 6000 Euro für das Stups-Kinderzentrum

Die Fitness-Trainer Julia und Jürgen Reitböck haben die Spende bei einem Spinning-Event gesammelt.

Die Situation der schwerkranken oder schwerbehinderten Kinder und Jugendlichen berührte diese Besucher besonders: Julia und Jürgen Reitböck aus Krefeld, selbst Eltern eines gesunden Zwillingspärchens, brachten jetzt eine Spende von 5822 Euro zu Anja Claus, der Leiterin des Stups-Kinderzentrums.

Die Fitness-Trainer hatten die Spende bei einem Spinning-Event unter Corona-Bedingungen gesammelt: Sie hatten Ende März 2020 nach Beginn des ersten Lockdowns eine Facebook-Gruppe für Spinning-Live-Streams gegründet, die schnell auf heute rund 4200 Sportler gewachsen war. „Wir wollten den Kontakt zu unseren Kurs-Mitgliedern, die wir sonst in verschiedenen Krefelder Studios trainieren, halten und die Gruppen nicht auseinanderbrechen lassen“, berichtet Jürgen Reitböck. Vom heimischen „Dachgeschoss“ aus veranstalten sie und befreundete Trainer regelmäßig Stunden per Livestream im Internet, in der Facebook-Gruppe Cycling@Home. Zum einjährigen Bestehen dieser digitalen Spinning-Gemeinschaft hatten sie mit 16 weiteren Trainern am 27. März ein Tages-Event von 8 bis 22 Uhr organisiert und um Spenden für das Stups-Kinderzentrum gebeten. Im Zuge dieser Aktion hatte das Hamburger Unternehmen WOW!-Music noch eine zusätzliche Spende von 400 Euro direkt überwiesen. „Ich kannte das Konzept, weil wir schon im März 2019 Spenden für Stups gesammelt hatten. Damals war ich hier und konnte sehen, wie die Arbeit abläuft. Das hatte mich sehr beeindruckt“, so Reitböck.

Anja Claus gab zudem einen Überblick über die Elemente des Stups-Konzeptes – von der inklusiven Kita über die Beratungsangebote für Eltern mit behinderten oder kranken Kindern bis zum stationären und ambulanten Kinderhospiz. Ein Beispiel: „Viele der Kinder leiden wegen ihrer Beeinträchtigungen unter starken und schmerzenden Verkrampfungen. Hier versuchen wir mit Entspannungstherapien Linderung zu bieten. Solche und andere Zusatzangebote finanzieren wir aus Spenden“, schilderte sie. Außerdem entwickele sich das Kinderzentrum konzeptionell weiter, weil es neue und andere Bedarfe der Eltern und Kinder gibt. 

Claus dankte nicht nur für die finanzielle Unterstützung, sondern auch für eine Collage mit Screenshots der Sportler, die Jürgen Reitböck als Erinnerung mitgebracht hatte. Die Besucher seien von den Schilderungen beeindruckt gewesen – und dankbar dafür, dass der eigene vierjährige Nachwuchs gesund ist, berichtet die DRK-Schwesternschaft. „Wir möchten Sie gerne weiter unterstützen“, so Julia Reitböck – eine gute Nachricht für Anja Claus. Red

drk-schwesternschaft-kr.de