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Krefeld: 6,4 Millionen Euro für Uerdingen

Uerdingen : 6,4 Millionen Euro für Uerdingen

Für das kommende Jahr sollen insgesamt rund 6,4 Millionen Euro Fördermittel beantragt werden — 5,9 Millionen Euro davon sind für das Quartierszentrum Herberzhäuser eingeplant.

Die Stadt Krefeld beabsichtigt laut einer Pressemitteilung auch im kommenden Jahr mit Hilfe des Stadtumbau-Förderprogramms, Projekte in und für den Stadtteil Uerdingen zu realisieren. Im Fokus steht dabei das Quartierszentrum Herberzhäuser mit einer Fördersumme von 5,9 Millionen Euro. Im ehemaligen Amtsgericht, der späteren Bücherei im Haus Am Marktplatz soll im Erdgeschoss eine Zweigstelle der Mediothek samt einem offenen Lesecafé entstehen. Für das kommende Jahr sollen insgesamt rund 6,4 Millionen Euro Fördermittel beantragt werden – grundsätzlich ist dabei von einem 20-prozentigen Eigenanteil auszugehen. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung und Stadtsanierung stimmen am Dienstag, 18. August, über die Projekte im Bund-Länder-Programm für den Stadtteil Uerdingen ab.

Als Ergänzung ist ein hofseitiger eingeschossiger Anbau in Form eines offenen Atriums vorgesehen, das weitere Aufenthaltsmöglichkeiten bietet. In den Obergeschossen sollen die Volkshochschule Krefeld und Musikschule Kurse und Veranstaltungen anbieten. Bürger können die Räume ebenfalls für Vereinsarbeit oder eigene Veranstaltungen nutzen. Im Rathaus sieht das Konzept unter anderem eine Modernisierung vor, die Nutzung durch die Verwaltungseinheiten bleibt bestehen.

Ein Ideenwettbewerb für das Areal „Am Röttgen“ soll eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Bebauungs-, Erschließungs- und Freiraumstruktur bilden. Der unmittelbar an den Stadtkern angrenzende Platz, der seit Jahrzehnten als Parkplatz und zweimal wöchentlich als Marktplatz genutzt wird und wichtiger ÖPNV-Knotenpunkt ist, stellt durch eine Mindernutzung und Gestaltungsmängel bislang ein negatives Entree für den Stadtkern dar. Der Förderantrag beinhaltet ferner eine zweijährige Fortführung des Quartiersmanagements sowie eine Fortführung des Hof- und Fassadenprogramms.

Eigentümer im Stadtumbaugebiet können einen Zuschuss bei der Neugestaltung ihrer straßenseitigen Fassaden erhalten. Außerdem soll es weiterhin Mittel für kleine Projekte und für investive Maßnahmen im Stadtteil geben. Red