Krefeld: 17 Millionen Euro bis 2024 für Digitalisierung der Schulen

Digitalisierung : 17 Millionen Euro sollen Krefelder Schulen digitaler machen

Für Hardware, Wlan-Ausbau und Wartung sind im städtischen Etat rund 17 Millionen Euro bis 2024 vorgesehen.

11,4 Millionen Euro will die Stadt bis 2024 in Hardware und Wlan-Ausbau an den Schulen investieren, hinzu kommen gut 5,7 Millionen Euro für Internet (VDSL), Software, Wartung und Support. Die breitbandige Anbindung ans Internet über Glasfaserleitungen ist dabei noch gar nicht mitgerechnet – aber grundlegend erforderlich.

„Es ist das erklärte Ziel, alle Schulen mit einer zukunftsfähigen Breitbandanbindung symmetrisch zu versorgen“, heißt es im Medienentwicklungsplan 2020-2024 der Stadt, der am 12. Dezember im Rat beschlossen werden soll. Bislang verfüge lediglich einer von 67 Schulstandorten in Krefeld – das Berufskolleg Uerdingen – über eine Glasfaseranbindung. 37 weitere Standorte sollen 2020 finanziert durch ein Förderprogramm des Bundes angeschlossen werden, die übrigen plant die Stadt über eine Förderung des Landes zu versorgen.

Der Medienentwicklungsplan wurde erstellt in Zusammenarbeit mit einem Gutachterbüro und unter Einbeziehung der Schulen und ist für die Beantragung von Fördermitteln aus Programmen wie „Gute Schule“ und dem Digitalpakt notwendig. Die Breitbandanbindung bildet darin eine von drei Säulen. Die anderen beiden bilden die Verkabelung der Schulen nach dem Verkabelungskonzept (inklusive Wlan) sowie die Ausstattung mit Präsentationstechnik in jedem Unterrichtsraum, schulgebundenen und unterrichtsbezogenen Endgeräten, entsprechendem Personal, Wartung und Support.

Hinzu kommt die Erstellung von Medienkonzepten, wofür allerdings die Schulen zuständig sind, unterstützt von Medienberatern der Bezirksregierung, sowie die entsprechende Fortbildung  und Qualifizierung der Lehrkräfte.

Naturgemäß müssen erst die infrastrukturellen Voraussetzungen an den Schulen geschaffen werden, dies soll sukzessiv anhand der Prioritätenliste der Schulbaumaßnahmen erfolgen. Zuletzt hatte es aufgrund der hohen Nachfrage in der Baubranche bereits Verzögerungen und Kostensteigerungen bei den Baumaßnahmen gegeben. Hier werden sicherlich auch in Zukunft noch Maßnahmen erweitert und kostenmäßig angepasst werden müssen.

Überhaupt ist der Medienentwicklungsplan hochkomplex und in ständigem Fluss. „Um flexibel auf sich verändernde schulische und technische Bedarfe reagieren zu können, ist die gesamte Abwicklung prozesshaft und nicht statisch zu sehen“, ist darin festgehalten. Der Plan werde laufend anzupassen sein.

Eine weitere Variable in der Planung sind die Fördermittel, die für die Umsetzung der Digitalisierung eingeplant werden können. Die Stadt rechnet mit dauerhaft hohen finanziellen Aufwendungen, während die Förderprogramme zeitlich befristet sind und nur Teilbereiche abdecken. Und sie müssen aufwändig beantragt werden.

So ist ein zwischen jeder einzelnen Schule und der Stadt abgestimmtes „technisch-pädagogisches Einsatzkonzept“ erforderlich, um die Fördermittel des Digitalpaktes abrufen zu können. Die Verwaltung führt hierzu aktuell Gespräche mit allen städtischen Schulen, um deren Bedarfe zu erfassen und die entsprechenden Anschaffungen sowie die Förderanträge in ein systematisches Zeitraster bringen zu können.