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Koordinator informiert zu Jobeinstieg

Koordinator informiert zu Jobeinstieg

Mohamed El Boujddaini hilft Krefelder Migranten.

Die Zahl der Geflüchteten ist seit dem Sommer 2015 stark gestiegen. Ohne das zivilgesellschaftliche und ehrenamtliche Engagement von Migrantenorganisationen wie auch Menschen mit eigener Migrationserfahrung ließen sich die vielfältigen Aufgaben nur schwerlich bewältigen. Aufgrund ihrer Erfahrung, ihrer Mehrsprachigkeit und ihres interkulturellen Wissens können die Migrantenorganisationen Geflüchteten in der neuen Umgebung helfen und tragen zu einer erfolgreichen Teilhabe bei. Zu ihrer Unterstützung hat der Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen das Projekt „samo.fa“ (Stärkung von Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit) ins Leben gerufen.

Die mittlerweile 32 lokalen samo.fa-Partner sind deutschlandweit in den vier Handlungsfeldern Arbeitsmarktintegration, Teilhabe an Bildung, dezentrale Unterbringung und Prävention einschließlich der Aufklärung über das Gesundheitssystem aktiv. In Krefeld arbeitet Mohamed El Boujddaini als lokaler Koordinator für die Migrantenorganisationen eng mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) zusammen. Die städtische Integrationsbeauftragte Tagrid Yousef hat zum einen dafür gesorgt, dass sich die zwölf Krefelder Migrantenorganisationen — darunter türkische, portugiesische, arabische und griechische — zu einem Verbund zusammenschließen. Zum anderen hat sie über samo.fa mit dem Sprach- und Sozialbetreuer El Boujddaini einen Koordinator gefunden, der ihnen auf lokaler Ebene eine Stimme verleiht.

In enger Abstimmung mit dem KI unterstützt der Koordinator die Pläne der Organisationen und entwickelt neue Maßnahmen. Dazu zählen Informationsveranstaltungen zum Beispiel zu den Themen Berufe und Frauenrechte wie auch Feiern zu bestimmten Anlässen. „In Kürze wollen wir auch eine Umfrage durchführen, was gerade die Migranten in Krefeld brauchen“, berichtete El Boujddaini. Für die Organisation und Realisierung der verschiedenen Projekte stehen ihm Fördergelder des Bundes zur Verfügung. Red