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Kommentar zur Realisierung der Krefelder Promenade

Realisierung der Krefelder Promenade : Wenig Geduld gezeigt

Kommentar zur Realisierung der Krefelder Promenade – und zur Kritik der CDU daran.

Die Krefelder Promenade ist ein ebenso ehrgeiziges wie aufwändiges Projekt. Erste Planungen für diese Radtrasse quer durch die Stadt gab es schon vor 20 Jahren – und Schätzungen zufolge wird es noch einmal 20 Jahre dauern, bis wirklich alle 16 Abschnitte umgesetzt sind. Freuen können sich die Krefelder daher, dass sie zumindest vier Abschnitte bereits 2021 nutzen können.

Das Großprojekt bietet freilich auch Angriffsfläche für Kritik. So ist es natürlich ein Ärgernis, dass der 2020 eingeweihte Abschnitt der Promenade im Bereich Trift/Weiden noch in einer Sackgasse endet. Freilich handelt es sich dabei nur um einen Zwischenstand, denn an der Lösung des Problems im Zusammenspiel zwischen Stadt und Deutsche Bahn wird bereits gearbeitet. 2024 soll sie umgesetzt werden – so lange werden sich die Radler wohl noch gedulden müssen.

Wenig Geduld zeigt derzeit vor allem die CDU, die über viele Jahre die politischen Geschicke in Krefeld bestimmt hat. Kaum hatte am Dienstag die Stadtverwaltung ihre Pressekonferenz zur Realisierung der Promenade beendet, gab es schon eine knackig formulierte Pressemitteilung der CDU zu diesem Thema. Die Stadtverwaltung könne sich nicht zwischen Rad- und Freizeitachse entscheiden, die Planung sei nicht konsequent und in Teilen nicht umsetzbar, heißt es darin. Man wolle nicht nur Pläne sehen, sondern fordere eine schnelle Umsetzung. Gleichzeitig beantragt die CDU aber auch, die Planungen zu ändern und aus einer Freizeitroute, die auch für den Berufsverkehr geeignet ist, einen Radschnellweg zu machen. Was wiederum gravierende Veränderungen der Planungen notwendig machen würden. Wie dies zur Beschleunigung des Projekts beitragen soll, bleibt das Geheimnis der CDU.