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Kommentar: Tiger Effenberg ohne Auftrag

Kommentar : Tiger ohne Auftrag

Den Verantwortlichen beim KFC Uerdingen war die Personalie Stefan Effenberg am Ende irgendwie unangenehm geworden. Um die „schlechte Presse“, also den Abgang des Champions-League-Siegers zu kaschieren, musste ein andere Meldung herhalten.

Mit Mirko Vogt kommt ab Juli ein neuer Chefscout. Ein Mann, dessen Arbeit hoffentlich fruchtbarer ist als die von Stefan Effenberg. Denn dessen Erträge sind in der Rückschau doch arg überschaubar. Mit vollmundigen Worten angekündigt und einem „Masterplan“, um den KFC „wieder nach oben zu führen“, muss man nach sieben Monaten konstatieren: Effenbergs Verpflichtung war ein totaler Flop. Von Geschäftsführer und Freund Niko Weinhart in den Verein gebracht, sollte der „Tiger“ der neue starke Mann beim KFC neben Mikhail Ponomarev werden. Zwei solche Alphatiere? „Das werde schon funktionieren“, kommentierten beide auf der prunkvollen Vorstellungsrunde im Tulip Inn Hotel in Düsseldorf damals lachend. Tat es aber nicht. Ohne Kompetenzen ausgestattet versandete Effenbergs Engagement beim KFC irgendwann Anfang dieses Jahres als sein Trainingslager-Trip in die Toskana im Fiasko endete. Danach war es still geworden um den 51-Jährigen. Jetzt ist es vorbei. Ponomarev hatte auf den Namen Effenberg gehofft. Auf das Netzwerk eines Mannes, der als Trainer oder Funktionär in höchstem Maße erfolglos bleibt. Ein Scheitern mit Ansage. Mal wieder ist Ponomarev bei der Suche nach geeigneten Personal nicht gut beraten gewesen. Auch daraus sollte der KFC-Präsident seine Schlüsse ziehen.