Jugendarbeit: Kochen und Backen in neuer Küche der Villa K.

Jugendarbeit: Kochen und Backen in neuer Küche der Villa K.

Lions und Leos haben mit einer Spende dafür gesorgt, dass die Villa K. für ihre Kochkurse wieder adäquat ausgestattet ist.

Krefeld-Mitte. Sie ist weiß, blitzblank und ziemlich neu: Die Küche der Villa K. an der Steinstraße. Der Leo-Club und der Lions Club Krefeld-Seidenstadt haben gemeinsam das Geld dafür gespendet. „So konnten die Mädchen und Jungen der Koch AG in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit für die Weihnachtsfeier Plätzchen backen und sie anschließend mit Schokolade und bunten Streuseln verzieren“, berichtet Tamara Böttcher vom Leo-Club.

„Wir sind froh, dass die Zeit der provisorischen Lösung vorbei ist“, sagt Julia Dietsch, die Betriebsstätten-Leiterin des Internationalen Bundes als Träger der Einrichtung in Krefeld. „Nach einem Hochwasser standen unser Keller und damit auch die frühere Küche unter Wasser. Sie konnte nicht mehr benutzt werden. Die Arbeitsgemeinschaft hatte danach nur zwei Kochplatten zur Verfügung.“

Das ist nun vorbei. „Mit einem indischen Essen haben wir die Küche eingeweiht“, erzählt Jana Grischetschkin von der Teamleitung. „Da wir Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 21 Jahren aus allen Nationen haben, gab es später auch internationale Gerichte. Drei engagierte Mütter kochen syrisch, türkisch, kroatisch, indisch oder russisch.“

3500 Euro haben die Service-Clubs für die Küche hingeblättert. „Wir hätten das Geld nicht gehabt“, freut sich Dietsch über die großzügige Spende. „Der Lions-Club unterstützt uns schon seit mehr als 15 Jahren.“ So spendierten die Lions bereits das Sonntagsfrühstück im Advent mit 60 bis 70 Teilnehmern. „Wir haben einen guten Kontakt zur Sozialarbeiterin in der nahen Flüchtlingsunterkunft geknüpft und auch von dort Gäste begrüßt.“ Außerdem organisieren die Lions jährlich eine Woche im Heuhotel auf einem Bauernhof in der Nähe von Kamp-Lintfort. „Die 20 bis 25 Kinder, die mitfahren dürfen, freuen sich schon jetzt. Auch der Tannenbaum im Haus ist auch ohne den Service-Club nicht möglich.“

Der Internationale Bund leistet neben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auch Sprachvermittlung für die Neuankömmlinge aus der ganzen Welt.

Die denkmalgeschützte Villa K. ist ein Haus voller junger Menschen. Der Internationale Bund engagiert sich mit einem Kinder- und Jugendzentrum, dem Jugendmigrationsdienst und Jugendintergrationskursen.

Die finanziellen Problemen vergangener Zeiten, aufgrund derer die Betreiber des Hauses zuletzt Ende 2013 fast zur Schließung gezwungen waren, sind bewältigt. Julia Dietsch: „Die Villa K. steht nicht mehr auf der Kippe. Der Internationale Bund hat sich vom Verein in eine gGmbH verwandelt.“