Kirche wird zum Ort der Seelsorge

Kirche wird zum Ort der Seelsorge

Mit drei Monaten Verspätung haben die Arbeiten im Gotteshaus jetzt begonnen.

Krefeld. Vor der Kirche parken die Handwerkerfahrzeuge, drinnen ist die Orgel verpackt und eingerüstet. Der Eingang zum Lagerraum für „Unser täglich Brot ist mit Folie großzügig abgeklebt. Der Umbau von St. Dionysius zur Citykirche hat mit drei Monaten Verspätung begonnen.

Foto: Andreas Bischof

Eigentlich sollte es im Oktober losgehen, doch es gab Unklarheiten bei der Ausschreibung. Nach Aussagen des Architekten Elmar Paul Sommer seien die Angebote der Handwerker zu hoch gewesen. Dann kam der Weihnachtsmarkt dazwischen. Doch jetzt ist rund um das Wahrzeichen wieder Platz genug für Handwerker und Material.

Foto: Andreas Bischof

Während der Umbauzeit bleibt die Kirche geöffnet, die Messen allerdings werden in andere Kirchen verlegt (siehe Kasten). Das tägliche Brot wird in der Bauphase Samstags in der Marktstraße 60 ausgegeben.

Schon vor dem eigentlichen Baubeginn war in der Seitenkapelle links vom Eingang ein abgetrennter Raum für die Cityseelsorge entstanden. Der wird nun hergerichtet. Denn durch den Umbau soll das Krefelder Wahrzeichen an die Aufgaben als Citykirche angepasst werden. Ihre Funktion als Pfarrkirche wird St. Dionysius aber behalten.

Neben den Räumen für die Seelsorge wird die ehemalige Taufkapelle gegenüber der Sakristei als Lager für das tägliche Brot umgestaltet — inklusive Hochregalen und Tiefkühlzelle. Dies hat im Moment Priorität, so Sommer.

Doch auch der Innenraum der Kirche wird sich verändern. Architekt Sommer setzt auf den Einsatz von Licht und Farbe sowie auf die Sichtachsen. Wichtig sind ihm auch die Eingangsbereiche: „Die Besucher sollen von der Rheinstraße aus in die Kirche hineingeführt werden“, hatte er bei der Vorstellung der Pläne im September gesagt.

Im Zentrum der Kirche soll eine neue Altarinsel entstehen. Und im hinteren Teil der Kirche wird im Westportal eine Lichtöffnung geschaffen werden, die die Sakramentskapelle mit Tabernakel und Tragaltar beleuchtet. Eingefasst wird dieser Bereich durch eine halbrunde Bank mit hohen Lehnen. Dieser Teil der Pläne ist allerdings abhängig vom Kostenplan.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Sommer beendet sein. Als Etat stehen 900 000 Euro zur Verfügung. Davon trägt die Gemeinde ein Drittel, den Rest gibt das Bistum Aachen dazu.

Ursprünglich sollte auch das Pfarrbüro in der Kirche untergebracht werden. Doch die Kosten dafür waren zu hoch. Das Büro bleibt nun in der Breite Straße.