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Kinderporno-Fall: Uerdinger Fotoladen zu Unrecht verdächtigt

Kinderporno-Fall: Uerdinger Fotoladen zu Unrecht verdächtigt

Krefeld. Die Geschichte von Sara Dahlem, die Bilder von nackten Kindern gegen den Willen ihres Chefs bei der Polizei gemeldet hat, ist in Krefeld in aller Munde. Viele Bürger haben die 24-Jährige zu ihrer mutigen Entscheidung beglückwunscht.

Andere sind wütend auf den Chef, der sie wegen ihrer mutigen Entscheidung entlassen hat.

Diesen Unmut der Bevölkerung bekam der Uerdinger Fotoladen-Inhaber Peter Schmitz zu spüren. Fälschlicherweise. Da auf einem Foto der WZ im Hintergrund verschwommen die Uerdinger Fußgängerzone zu sehen ist, hatten viele Leser angenommen, die Geschichte habe sich im Geschäft "PS-Foto" abgespielt - dem einzigen Laden dieser Art in Uerdingen.

Schmitz schildert im Gespräch mit der WZ: "Ich musste am Mittwoch mehrfach meine Mitarbeiterinnen austauschen, weil die sich so viel von den Kunden anhören mussten." Auch er sei schon persönlich beschimpft worden. Dabei, so Schmitz, handelt es sich bei ihm um den Falschen. Schmitz ist seit 35 Jahren im Fotogeschäft und hat nach eigenen Angaben in dieser Zeit schon sechs bis sieben Mal selbst Anzeige bei der Polizei erstattet, weil bei ihm Kinderpornos zur Entwicklung gegeben wurden. Wie die Polizei der WZ bestätigte, handelt es sich bei dem Uerdinger Fotoladen tatsächlich nicht um das Geschäft, bei dem die Bilder von nackten Kindern abgegeben wurden. neuk