KFC und KEV - Viele Siege, wenig Zuschauer

Kommentar : KFC und KEV - Viele Siege, wenig Zuschauer

Krefeld Pinguine und KFC Uerdingen spielen gut wie lange nicht mehr - für ausverkaufte Ränge sorgt das aber nicht. Ein Kommentar.

Wochenend-Zeit ist Spitzensport-Zeit – Pinguine und KFC, die beiden großen Krefelder Teams, spielen so erfolgreich wie seit Jahren nicht mehr. Vor üppig gefüllten Rängen aber präsentieren sich beide Vereine deshalb nicht. Ganz im Gegenteil. Sowohl an der Westparkstraße als auch an der KFC-Ausweichspielstätte in Duisburg kommen bislang wenig Sportinteressierte.

4 091 Besucher waren es bislang im Schnitt bei den Heimspielen der Schwarz-Gelben. 3 954 im Durchschnitt bei fünf Heimspielen von Blau-Rot. Mindestens ausbaufähig, eher zu wenig lautet das Fazit.

Beide Teams liegen trotz des sportlichen Erfolgs mit diesen Zahlen im unteren Ligadurchschnitt.

Doch wo liegt die Ursache für diese Zahlen? Wurden bei den Pinguinen viele Zuschauer durch die sportlich tristen Jahre regelrecht vergrault, dürfte die Fahrt nach Duisburg noch zu viele KFC-Fans oder solche, die es noch werden könnten, von einem Stadionbesuch abhalten.

Was KFC Uerdingen und Krefeld Pinguine besser machen müssen

Doch auch im Marketing müssen beide Vereine zulegen. War die Vorverkaufsgebühren-Aktion der Pinguine, gelinde gesagt, ein Schuss in den Ofen, fehlt es beim KFC an Werbung und Sonderaktionen zu den Spieltagen. Die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn bei Erwerb eines Tickets für ein KFC-Heimspiel wird auf Dauer nicht ausreichen, um die Arena in Duisburg zu füllen – auch wenn die großen Gegner noch kommen.

Das gilt mehr denn je in Zeiten, in denen nahezu alle Partien im TV oder übers Internet ins Wohnzimmer übertragen werden können. Kreativität ist gefragt. Wie es geht, zeigt beispielsweise die HSG Krefeld. Zum Spiel des Handball-Drittligisten kamen Freitagabend über 1000 Zuschauer in die Glockenspitzhalle. Doppelte so viele Besucher wie im Durchschnitt – weil die Schulsportmeister geehrt wurden.