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Krefeld: Kein Eis in der Rittberger-Halle: Clubs müssen ausweichen

Krefeld : Kein Eis in der Rittberger-Halle: Clubs müssen ausweichen

Undichte Leitungen in Rittberger-Halle. Erst 2017 wieder auf.

Krefeld. Die eissporttreibenden Vereine der Stadt richten sich auf eine komplizierte Saison 2016/17 ein. Eine ohne bewährte Trainingsstätte an der Westparkstraße. Die Eisbereitung in der Werner-Rittberger-Halle ist ausgesetzt. Grund ist, wie bereits bei der Schließung vor Jahren, der Austritt von Ammoniak.

Bei einer außerordentlichen Sitzung der Fachschaft Eissport ist den Vereinen mitgeteilt worden, dass wegen bestehender sicherheitstechnischer Bedenken die Werner-Rittberger-Halle in der Eissaison 2016/2017 nicht in Betrieb genommen werden kann.

In Abstimmung mit den Vereinen werde an einem Notbelegungsplan gearbeitet, der auf dem Plan der vergangenen Wintersaison basiert, in der die Halle wegen der Problematik bereits vorübergehend geschlossen bleiben musste. Die Verwaltung wird darüber auch im Sportausschuss am 31. August berichten.

Die Schließung ist erforderlich, weil nur eine Teilreparatur der Rohrleitungen aus fachtechnischer Sicht nicht empfohlen werden kann. Mittel für die Beauftragung einer Fachfirma Architekten/Ingenieure stehen bereit. Es soll möglichst kurzfristig einen Termin für eine Begehung der Eishallen mit diesen Fachleuten geben, um das weitere Vorgehen schnellstmöglich in die Wege zu leiten.

Das alles ereilt die Clubs in dem Jahr, in dem das 80-jährige Bestehen des Eissports in Krefeld gefeiert wird. Daran wollen die Verantwortlichen des Schlittschuh-Club Krefeld und des Eissport-Vereins Krefeld sowie der Krefelder EV 1981 auch festhalten — trotz der prekären Situation. Für den 12. November ist das Fest geplant.

In der gegenwärtigen Situation ohne Trainingsmöglichkeiten in der Werner-Rittberger-Halle sind die Clubs darauf angewiesen, Ausweichtrainingsstätten aufzusuchen — in Düsseldorf und Dortmund etwa. Benedikt Winzen, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt, fordert „schnelle und vor allem langfristige Lösungen. Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund einen Dringlichkeitsantrag für die kommende Sitzung des Sportausschusses gestellt.“ Man benötige dringend Klarheit, mit welchen Kosten zu rechnen sei. ste