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Kaum Lärmschutz für Traarer

Kaum Lärmschutz für Traarer

Zahlreiche Bürger informieren sich bei Marcelli über A57-Ausbau und Neubaugebiete.

Verberg/Traar. Am Ende kam die große Enttäuschung. Bei der öffentlichen Fraktionssitzung der FDP in der Gaststätte Marcelli erfuhren die Besucher, dass es für ihr Gebiet beim Ausbau der A 57 keinen besonderen Lärmschutz geben werde. Schon zwei Stunden hatte man sich mit Traarer und Verberger Problemen beschäftigt, als Athanasius Mpasios über den Ausbau der A 57 informierte und diese Mitteilung machte.

Der Projektgruppenleiter bei Straßen NRW war mit einem Kollegen gekommen, um Fragen zu beantworten. Nach einem Überblick über den Stand der Planung machte er klar, dass kein Flüsterasphalt, sondern nur eine 4,5 Meter hohe Lärmschutzwand für den Abschnitt von Gartenstadt bis zum Moerser Kreuz eingeplant ist: „Messungen sind nicht vorgesehen, maßgeblich sind die Abstandsflächen.“

Die Vertreter des Verberger und Traarer Bürgervereins mussten sich sagen lassen, dass ihr Gebiet doch 500 Meter von der Trasse entfernt liegt. Die geplante Lärmschutzwand werde nur gebaut, weil einige Häuser näher zur Autobahn liegen. „Und für Freizeiteinrichtungen, wie den Elfrather See, sind Maßnahmen grundsätzlich nicht vorgesehen“.

Mpasios verwies auf die erforderlichen Genehmigungen des Landes- und Bundesverkehrsministeriums und betonte, dass Einwendungen gegen die Planung nur dorthin gerichtet werden können. Wichtig auch sein Hinweis, dass alle Pläne im Internet einsehbar sind und als PDF heruntergeladen werden können.

Bei der Sitzung am Montagabend im überfüllten Saal der Gaststätte, mehr als zehn Besucher mussten stehen, ging es überwiegend um Bebauungspläne. Ludger Walter vom Fachbereich Planung stellte das geplante Neubaugebiet Wiesenhof ebenso vor wie die Pläne 721 zum Festplatz Traar und 803 zum Neubaugebiet Buscher Holzweg.

Die interessierten Zuhörer hatten die bekannten Fragen: Geschosshöhe, Verkehrsanbindung, Nahversorgung und Verdichtung. Walter betonte, dass alle Planungen eine Bürgeranhörung vorsehen und die Stadt frühzeitig informieren wolle, um auf Anregungen der Bürger zeitig eingehen zu können.

Oft wurde Walter nach der zeitlichen Abfolge gefragt. Seine Antwort darauf: „Bei Bebauungsplänen ist meist mit einer Frist von zwei bis drei Jahren zu rechnen.“ Die Sitzung wurde übrigens geleitet vom stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Paul Hoffmann, der selbst im Bezirk wohnt. Der Vorsitzende, Joachim C. Heitmann, hatte die Besucher nur begrüßt und saß beobachtend auf der Fensterbank.