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Studienprojekt: Junge Frauen mit tollem Projekt

Studienprojekt : Junge Frauen mit tollem Projekt

Eine Projektgruppe der Hochschule Niederrhein organisiert bereits zum zweiten Mal einen Schwimmkurs für Flüchtlinge und deren Familien.

Die Studierenden-Gruppe der Hochschule Niederrhein um Lena Sauerland und Linda Brüss bleibt aktiv und in höchstem Maße kreativ. Die zwölf jungen Leute planen unter dem Motto „Sport – unsere gemeinsame Sprache“ das vierte sportliche Angebot für Flüchtlinge. Da das Schwimmfest im Fischelner Bad im vergangenen Jahr mit 80 Teilnehmern ein toller Erfolg war, plant sie jetzt eine zweite Auflage in Uerdingen. Das Schwimmfest für Zuwanderer ist insbesondere für Frauen und Mädchen gedacht. Später am Tag können dann schließlich auch die Familien nachkommen. Die Hoffnung, dass sich ein Schwimm-Verein wegen des Erfolges des vergangenen Jahres für feste Schwimmzeiten einsetzt, hat sich bis jetzt nicht erfüllt. Daher heißt es: auf ein Neues!

„Unsere Projektgruppe ,Trainieren für einen neuen Start` ist im Rahmen unseres Führungslehre-Seminars an der Hochschule entstanden. Wir sollten ein freies soziales Projekt eigener Wahl mit einem sozialen Hintergrund durchzuführen“, erklären Brüss und Sauerland rückblickend.

Gestartet sind die Studierenden im Januar vergangenen Jahres mit einem mehr als gelungenen Sportfest in der Josef-Koerver-Halle. Dann haben sie anschließend im Rahmen ihres Chemiestudiums soziale Projekte mit Schülern durchgeführt. Und jetzt wird es erneut ein Schwimmfest.

„Das erste hat einen riesigen Anklang gefunden“, wissen die beiden Initiatorinnen. „Zwei Stunden lang hatten Mädchen und Frauen mit ihren Kindern oder Enkeln viel Spaß mit Bällen oder Poolnudeln im Wasser. Einige Teilnehmerinnen konnten schwimmen, andere hielten sich im Nichtschwimmerbereich auf. Die kleinen Kinder bekamen Schwimmflügel.“ Schwimmtrainerinnen des SV Bayer waren auch dabei.

Später kamen dann die Familien nach. Und die Studentinnen lernten schon wieder dazu. Da hätten viele Frauen vorher ihre Ganzkörper-Badeanzüge übergestreift, erklärt Brüss. Sauerland ergänzt: „Die Flüchtlingsfrauen und auch wir Studierenden hätten es gerne gesehen, wenn sich ein Verein für Schwimmzeiten für diese Frauen einmal wöchentlich stark gemacht hätte. Das ist nicht passiert und gelingt jetzt vielleicht in Uerdingen.“

Das Schwimmfest steigt am Samstag im Stadtbad Uerdingen. Die ersten zwei Stunden sind wieder den Frauen vorbehalten. Die Studierenden werden auch diesmal von einigen offiziellen Einrichtungen unterstützt. So werden Flyer im Auftrag von Flüchtlingskoordinatorin Doris Schlimnat in verschiedenen Sprachen gedruckt.

„Die kleinen Faltblätter werden mit Hilfe von Caritas- und Stadtsportbund-Mitarbeitern, den Sozialarbeitern in den Flüchtlingsunterkünften und durch das Kommunale Integrationszentrum verteilt. Ebenso liegen sie in den Sprachkursen der VHS aus.“ Schon jetzt verzeichnet das aktive Hochschul-Team riesiges Interesse.

Es will im Laufe der Zeit sein Projekt an die jüngeren Jahrgänge weitergeben, damit es nicht endet und nach Möglichkeit sogar noch weiterentwickelt werden kann. Denn für die jetzigen Initiatoren ist die Studienzeit bald vorbei.