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Jürgen Hengst: „Die Kritik an Linne ist nicht nachvollziehbar“

Jürgen Hengst: „Die Kritik an Linne ist nicht nachvollziehbar“

SPD-Ratsherr wundert sich über die CDU-Angriffe auf den Planungsdezernenten.

Krefeld. Jürgen Hengst wundert sich. „Die Attacken von CDU-Fraktionschef Wilfrid Fabel gegen die Verwaltung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt der SPD-Ratsherr. „Planungsdezernent Martin Linne hat aus unserer Sicht alles richtig gemacht.“

Das Thema: der Entwurf zum neuen Flächennutzungsplan (FNP). Fabel und auch FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann werfen der Verwaltung vor, den Entwurf zum FNP auf Druck der Bezirksregierung geändert zu haben.

„Davon kann keine Rede sein“, sagt Hengst. Linne habe ein Wohngebiet in Elfrath und ein Gewerbegebiet an der A 44 aus dem Entwurf genommen, weil sie mit dem übergeordneten Gebietsentwicklungsplan (GEP) nicht vereinbar seien. „Wenn Krefeld die strittigen Punkte nicht zurückzieht, darf die Bezirksregierung den neuen Flächennutzungsplan überhaupt nicht genehmigen“, so Hengst.

Die Folge wäre eine erneute Verzögerung des FNP, der für die ganze Stadt festlegt, welche Areale für Wohnungen, Straßen, Gewerbe und Industrie zur Verfügung stehen. „Der Oberbürgermeister weiß das. Aber er taucht ab, statt in der Diskussion klar Position zu beziehen“, kritisiert Hengst.

Unstrittig ist, dass Krefeld an der A 44 gemeinsam mit Meerbusch und Willich ein neues Gewerbegebiet entwickeln möchte. So soll es auch im neuen GEP stehen, der vermutlich 2016 vorliegt. „Nichts spricht dafür, dass die Bezirksregierung dieses Gewerbegebiet verhindern will“, so Hengst. Krefeld könne entsprechend planen, auch wenn das Gebiet jetzt nicht im FNP enthalten sei.

Gegen die Stimmen von CDU und FDP wurde im jüngsten Hauptausschuss schließlich beschlossen, den Krefelder FNP ohne die strittigen Punkte zur Genehmigung vorzulegen.