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Inzidenzwert steigt auf 123: 72 neue Coronafälle in Krefeld

Inzidenzwert steigt auf 123 : 72 neue Coronafälle in Krefeld

Aktuell gelten 709 Krefelder als infiziert. Ein KOD-Mitarbeiter ist bei einem Einsatz verletzt worden.

72 neue Coronafälle meldet das Gesundheitsamt am Freitag. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, für Krefeld wieder deutlich an, wie die Stadt mitteilte.

Das RobertKoch-Institut (RKI) gibt diesen Wert für Krefeld mit 123 an, einen Tag zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 106 gelegen. Die Gesamtzahl bestätigter Fälle seit Ausbruch der Pandemie liegt inzwischen bei 4.227 (Donnerstag: 4.155). Aktuell sind 709 Personen infiziert, zwei weniger als am Vortag.

Genesen sind 3.475 Personen, seit Donnerstag sind somit 74 rechnerisch Genesene hinzugekommen. 43 Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie in Krefeld verstorben. In Quarantäne haben sich – angeordnet oder freiwillig – bisher 17.740 Personen begeben.

In einem Krefelder Krankenhaus befinden sich aktuell 41 Krefelder nach einer Corona-Infektion. Zehn von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt, neun davon werden beatmet. Dies sind ein Intensivpatient und ein Beatmungspatient mehr als am Vortag. Bisher wurden 34.644 Erstabstriche durchgeführt, 3.109 davon sind noch offen.

KOD verhängt Busgelder und erteilt Platzverweise

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat am Donnerstag insgesamt 35 Bußgeldverfahren wegen Nichteinhaltung der Corona-Regeln eingeleitet, teilte die Stadt mit. Hinzu kommen Strafverfahren gegen zwei Personen wegen eines Vorfalls auf dem Theaterplatz. Bei einer Kontrolle dort in der Nacht trafen die KOD-Mitarbeiter gegen 1 Uhr zehn Personen der örtlichen Szene an.

Nachdem Platzverweise ausgesprochen worden waren, kam es auch zu Handgreiflichkeiten innerhalb der Szene. Als die KOD-Dienstkräfte einschreiten wollten, verletzte sich ein KOD-Mitarbeiter schwer am Knie. Nach den Angaben der Stadt konnte er seinen Dienst nicht fortsetzen und fällt nun voraussichtlich längere Zeit aus. Die Polizei wurde hinzugerufen, zwei Personen konnten schließlich gestellt werden.

Eine der beiden leistete Widerstand und wollte dem ausgesprochenen Platzverweis nicht Folge leisten, bedrohte zudem verbal die KOD-Dienstkräfte. Diese Person nahm die Polizei in Gewahrsam. Gegen beide werden nun Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ausgestellt. Die in Gewahrsam genommene Person erwartet zudem eine Strafanzeige wegen Bedrohung der Dienstkräfte.

Bei Kontrollen in hochfrequentierten Fußgängerbereichen, in denen eine Alltagsmaske verpflichtend vorgegeben ist, wurden durch den KOD im Bereich der Innenstadt insgesamt 29 Verstöße und in Hüls zwei Verstöße gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro belegt. An der Haltestelle Rheinstraße hielten sich vier Personen ohne eine Mund-Nase-Bedeckung auf. Hier sind Bußgelder in Höhe von jeweils 50 Euro fällig.