Interkulturelle Woche: Prächtige Torten für die schönsten Hüte

Interkulturelle Woche: Prächtige Torten für die schönsten Hüte

Der Arbeitskreis für Zuwanderung und Integration startete im Hansa-Centrum die Veranstaltung.

Krefeld. Geballte Prophylaxe, neun Phantasiehüte und drei prächtige Torten von Mohammed Omairat vom Wiener Café sind am Samstag im Atrium des Hansa-Centrums serviert worden. Hunderte Menschen informierten sich an vielen Informationsständen über gesundheitliche Vorsorge. „Behüte Deine Gesundheit“ hat der Arbeitskreis Zuwanderung und Integration die Auftaktveranstaltung für die Interkulturelle Woche genannt.

War im letzten Jahr noch der Schirm Leitmotiv der Veranstaltung, sind es diesmal Hüte, deren prächtigsten prämiert werden. Hauptpreise in Form von Torten gehen an die Kids des Familienzentrums Dreikäsehoch am Kanesdyk und den Bewegungskindergarten Pfiffikus am benachbarten Wilmendyk — beides Einrichtungen des Kinderschutzbundes. Den dritten Tortenpreis erhält die aus Saloniki stammende Maria Touzari für das Modell Kosmopolit, das alle Menschen miteinander solidarisch verbunden symbolisiert.

Dreikäsehoch-Leiterin Elke Himmelein freut sich: „Die Torte wird von allen Kindern gemeinsam aufgegessen.“ Auch Pfiffikus-Chefin Iris Stachelhaus wird das so machen. Ihr Hut soll Bewegung, Sport und gesunde Ernährung darstellen. Dem Laien allerdings präsentiert sich die Kopfbedeckung im Sombrero-Format eher als Hut zum Erntedankfest.

„Dieser Gesundheitstag ist eine gute Möglichkeit, mit Fachleuten zu unterschiedlichen Themengebieten in Kontakt zu kommen“, betont Eleni Biskini-Fischer von der Integrationsagentur der Diakonie. „Das Angebot richtet sich an Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. In diesem Jahr legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Prophylaxe, auf gesundheitliche Vorsorge“, sagt die gebürtige Griechin aus Piräus. Um Verständigungsprobleme zu vermeiden, gibt es Übersetzer in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Griechisch, Italienisch, Russisch, Türkisch, Polnisch und sogar den afghanischen Hauptsprachen Paschtu und Dari.

„Jeder ist willkommen, sich zu informieren. Wir möchten, dass das wichtige Thema Gesundheit bei allen Altersgruppen ankommt“, sagt Eva Staudacher vom Arbeitskreis als Veranstalter. So gibt es am Informationsstand des Kinderschutzbunds auch einen Tisch mit Bastelmöglichkeiten für die kleinen Besucher. Peter Machel, Polizei-Hauptkommissar i.R., informiert über die Sicherheit für Senioren im Straßenverkehr, die Caritas über Hausnotrufsysteme und Essen für Senioren.

Mitarbeiter des Alexianer-Krankenhauses beraten unter anderem über Pflegeangebote und Ausbildung in Pflegeberufen. Reichhaltig ist das Informationsangebot auch beim Seniorenbeirat, der Verbraucherzentrale und dem Verein für Menschen mit geistiger Behinderung. Auch Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Krankheitsbildern sind vertreten.