Immobilienentwickler investiert 20 Millionen in neue Wohnungen

Wohnraum : 75 neue Wohnungen am Westwall

20 Millionen Euro investiert die Immobilien-Firma in das geplante Quartier Wallhöfe.

Unter dem Projektnahmen „Quartier Wallhöfe Krefeld“ plant der Krefelder Immobilienentwickler Kueppersliving für 20 Millionen Euro 75 Wohnungen, zwei Tiefgaragen und ein neues Gebäude für die dreizügige Kindertagesstätte der Elterninitiative Sonnenland. Dazu soll das 5800 Quadratmeter große Blockinnere zwischen Dreikönigenstraße, Westwall, Linden- und Hubertusstraße bebaut werden. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung der Aufstellung des Bebauungsplans 820 zugestimmt und damit die Weichen für eine weitere angestrebte Nachverdichtung im Stadtgebiet gestellt.

Nachverdichtung in Innenstadt
ist das erklärte Ziel

Bislang ist der Immobilienentwickler bekannter durch den Bau von luxuriösen Wohnungen beispielsweise auf der Wilhelmshofallee. „Was wir tun, sprich, was wir bauen, richtet sich nach den Grundstücken“, erklärt Firmenchef Jörg E. Weitzel. In der Innenstadt gäbe es bedauerlicherweise zu wenig Grundstücke im Angebot, weil nach dem Vagedes-Stadtplan die Flächen sehr eng bebaut sind und die Historie der Seidenweberei die Architektur stark bestimmt habe. Die Rede ist vom Krefelder Haus mit seinen drei bis maximal vier Fenstern. „Die Grundstücke sind zu klein; wir bräuchten acht Häuser nebeneinander, um rentabel bauen zu können“, betonte Weitzel im vergangenen Juni in einem Bericht der WZ zum Thema Bauen in der Innenstadt.

Das Thema beschäftigt ihn schon länger. Vor einem Jahr hatte Firmenchef und Geschäftsführer Jörg E. Weitzel auf der Expo Real in München Oberbürgermeister Frank Meyer das Vorhaben vorgestellt. „Es hat jedoch lange gedauert bis zur Planreife, weil wir anderthalb Jahre mit Grundstückseigentümern verhandelt haben“, erzählt der Investor. Sämtliche Planungskosten für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans nebst der Kosten für die notwendigen Fachgutachten werden von dem Immobilienentwickler übernommen.

„Das Bauvorhaben entspricht sowohl den Zielen des Regionalplans als auch des Flächennutzungsplanes“, bescheinigt der Fachbereich Stadtplanung. Mit dem Baubeginn rechnet Weitzel im Frühjahr 2020; Baudauer: zwei Jahre. Mit dem Neubau der Kita wollen die Projektentwickler schon im nächsten Herbst beginnen und sie bereits im Winter bezugsfertig übergeben. Die Kita sei baulich in einem sehr schlechtem Zustand und benötige dringend ein neues Gebäude. „Wenn das gestattet wird, wollen wir mit einem hohen Grad an vorgefertigten Teilen die Kita als erstes bauen“, sagt Weitzel.

Anstelle des jetzigen Kita-Gebäudes soll für Wohnzwecke ein Neubau entstehen, viergeschossig plus Staffelgeschoss mit an den Bestand angepasster seitlicher Bebauung rechts und links. Desweiteren sind zwei Gbäuderiegel mit Nord-Süd-Ausrichtung im Blockinnenbereich mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss vorgesehen. Die erforderlichen Parkplätze werden in neu anzulegenden Tiefgeragen künftig bereitgestellt. Und für die Diakonie mit Sitz am Westwall werden 30 überirdische Stellplätze angelegt. Ein Teil der hohen Bäume im Innenbereich, insbesondere im östlichen Bereich und einige Solitäre im südlichen Bereich bleiben stehen. „Außerdem ist es uns gelungen, zusätzliche Bäume in die Planung zu integrieren“, sagt Weitzel.

Mit seinem Engagement will Weitzel weiteren Bauherren Impulse geben, in die Südstadt zu investieren. Nach einer von Kueppersliving in Auftrag gegebenen Standortanalyse kommt dem Südviertel eine besondere Bedeutung als innerstädtischem Wohnquartier zu. Sein Angebot richte sich in der Innenstadt an jedermann. „Die Wohnungen werden erschwinglich sein und sowohl zur Miete als auch zum Kauf angeboten“, sagt Weitzel.

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