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Immer weniger Langzeitarbeitslose finden eine Arbeit

Immer weniger Langzeitarbeitslose finden eine Arbeit

5991 Personen sind in Krefeld derzeit registriert. Der DGB fordert bessere Förderungen.

Immer weniger Langzeitarbeitslose finden in Krefeld einen neuen Arbeitsplatz. In den letzten zwölf Monaten konnten nur noch 772 Personen eine neue Arbeit aufnehmen und so ihre Langzeitarbeitslosigkeit beenden. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren es noch 822 Personen. Die Zahl der Arbeitsaufnahmen ging somit noch einmal um 6 Prozent zurück, teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit.

„Die grundsätzlich stabile Lage am Arbeitsmarkt in Krefeld darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Spaltungen am Arbeitsmarkt noch tiefer geworden sind. Die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf einen Arbeitsplatz sind nochmals schlechter geworden“, erläutert Philipp Einfalt, Vorsitzender des DGB Krefeld. „Der Markt wird es nicht richten und das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit nicht lösen. Notwendig ist ein beherztes Aktionsprogramm des Bundes, das Langzeitarbeitslosen auch hier in Krefeld neue Perspektiven eröffnet“, forderte Philipp Einfalt und weiter: „Jetzt kommt es darauf an, dass die neue Bundesregierung die versprochenen Hilfen für Langzeitarbeitslose zügig und vor allem in guter Qualität einführt.“

Als langzeitarbeitslos gilt, wer ein Jahr und länger arbeitslos ist. In Krefeld sind aktuell 5991 Personen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter als Langzeitarbeitslose registriert. Der DGB Krefeld kritisiert vor allem, dass Arbeitslose, die Hartz-IV-Leistungen erhalten, bisher nur sehr unzureichend gefördert würden. Von 100 Arbeitslosen im Hartz-IV-System erhalte nur einer im Bundesdurchschnitt eine Weiterbildung, die zu einem Berufsabschluss führe. In der Arbeitslosenversicherung sei der Anteil der Personen in solchen Bildungsmaßnahmen viermal höher.