Im Nachhinein sind die Wasserfreunde Spandau disqualifiziert worden

Später Sieg : Ende gut alles gut für Wasserballer des SV Bayer

Uerdinger sind nachträglich zum Deutschen Pokalsieger 2016 gekürt worden.

Drei Jahre hat es gedauert, nun hat das Hin und Her für die Wasserballer des SV Bayer 08 ein Ende. Die Uerdinger sind zum Deutschen Pokalsieger 2016 gekürt worden. Grund dafür ist die nachträgliche Disqualifikation der Wasserfreunde Spandau, die bereits im Halbfinale des Final Four Turniers in Uerdingen einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten.

Der damalige Gegner der Berliner, ASC Duisburg, hatte die knappe 6:7-Niederlage angezweifelt, Einspruch eingelegt und ließ auch zuletzt nich locker. Spandau besiegte Bayer später im Finale mit 18:9, doch der Titel ist nun hinfällig. Nach langem Wechselspiel ist die Entscheidung mittlerweile final, wie uns Bayer-Abteilungsleiter Rainer Hoppe bestätigte. Der 57-Jährige ist gleichzeitig Wasserballwart des Deutschen Schwimm-Verbandes, war daher über die letzten Jahre eng mit dem Prozess verbunden.

Aus seiner Sicht als Abteilungsleiter der Uerdinger sagt er: „Natürlich ist das eine Sache, über die wir uns freuen“, stellt aber auch klar: „Die Gelackmeierten waren damals die Duisburger. Jeder wusste, dass das Halbfinale zwischen Duisburg und Spandau das vorgezogene Endspiel war.“ Doch die Berliner hatten mit Moritz Oeler einen Spieler eingesetzt, der im Viertelfinale eine sogenannte „Rolle“ bekam, demnach gesperrt gewesen wäre.

Spandau berief sich auf die Regel des Weltverbandes, wonach ein Spieler nur gesperrt werden darf, wenn ein schwerwiegendes Vergehen vorliegt. Ein Irrtum. Mittlerweile hat der DSV das Regelwerk angepasst. Die Uerdinger dürfen sich nun  freuen, auch weil es drei Jahre später noch die ersehnte Medaille gibt. „Die habe ich produzieren lassen“, sagt Hoppe. tin

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