Vor Gericht: Im „Horror“-Haus in Höxter Marihuana angebaut

Vor Gericht : Im „Horror“-Haus in Höxter Marihuana angebaut

Angeklagter 43-Jähriger legt vor Gericht ein umfangreiches Geständnis ab.

Krefeld. Ein umfangreiches Geständnis hat ein 43-jähriger Krefelder vor dem Paderborner Landgericht abgegeben. Der Mann ist Hauptangeklagter in einem Prozess, in dem es darum geht, dass in einem Gehöft in Höxter 1000 Marihuana-Pflanzen angebaut wurden. Das Gebäude hatte als „Horror-Haus“ traurige Berühmtheit erlangt.

Eigentlich habe er nur beim Aufbau der Plantage mithelfen sollen. Dafür wurden ihm 10 000 Euro von einem Bekannten aus Venlo versprochen. Bekommen hat er von dem Geld nur die Hälfte. Der Venloer soll auch der Kopf der Bande gewesen sein und nicht etwa er selbst, wie die Staatsanwaltschaft meint.

Das war allerdings auch das Einzige, was der gelernte Chemielaborant abstritt. Es sei von Anfang an allen Beteiligten klar gewesen, dass es um Drogen ging. „Alle waren eingeweiht. Jeder hat mitgemacht.“ Er habe zusammen mit seinem 26-jährigen Mitangeklagten die Plantage hergerichtet. Weitere Helfer hätten sich nur einmal blicken lassen.

Im März 2017 habe der Niederländer dann die ersten Pflanzen anliefern lassen. Eine 30-Jährige, die in einem Wohnwagen auf dem Gelände lebte, habe sich von da an um die Drogen gekümmert. Außerdem habe es noch einen ebenfalls 43-jährigen Fahrer, auch aus Krefeld, gegeben. Schließlich noch den 51-jährigen Hauseigentümer, der ebenfalls eingeweiht war. Gegen die letztgenannten drei läuft ein Parallelverfahren am Landgericht Paderborn. sp

Mehr von Westdeutsche Zeitung