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Hüttenallee: Massive Baumfällungen unerwünscht

Straßensanierung : Hüttenallee: Massive Fällungen unerwünscht

Die Anwohner bekommen Unterstützung von CDU, SPD und Grünen.

Die Anwohner der Hüttenallee erhalten Unterstützung aus der Politik. Sie sind in Sorge, dass die schmale Waldstraße im Rahmen einer Sanierung verbreitert und damit zur Rennstrecke wird (wie wir berichtet haben). Manfred Läckes (CDU), Jürgen Hengst (SPD) und Mark Borgwardt, Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Ost, betonen alle drei, dass es mit ihnen keine massive Fällung von Bäumen geben wird. In einem Gespräch mit Vermessern vor Ort wollen die Anwohner gehört haben, dass für eine Verbreiterung bis zu 50 Bäume weichen müssten. Nachfragen ihrerseits in der Fragestunde der Bezirksvertretung Ost Anfang des Jahres hätten wegen Unwissenheit nicht beantwortet werden können.

Mehr als eine Sanierung
sollte es nicht geben

Die CDU-Fraktion sieht einen Ausbau der Hüttenallee zwischen Europaring und Buschstraße kritisch. Mehr als eine Sanierung der Straße werde es laut Manfred Läckes mit seiner Fraktion nicht geben. Massive Fällungen von Bäumen will er vermeiden. Woher SPD-Ratsherr und Bezirksvertreter Oliver Leist seine Informationen habe, ist dem CDU-Mann schleierhaft. Anwohner hatten Leist gefragt, weshalb die Straße im Auftrag der Stadt vermessen worden sei. Leist hatte bei Kommunalbetrieb und Stadt nachgefragt und anschließend auf die geplante Sanierung hingewiesen. „Weder im Bauausschuss ist über die Maßnahme beraten worden, noch gibt es Bauaufträge an den Kommunalbetrieb“, so Läckes.

In der Prioritätenliste ist
die Hüttenallee aufgelistet

SPD-Ratsherr Jürgen Hengst verweist auf eine von SPD und CDU geforderte und von der Verwaltung erarbeitete Prioritätenliste für Straßenbaumaßnahmen, die unter anderem auch die Sanierung der Hüttenallee auf dem Teilstück beinhaltet. „Der Ausschuss hat der Vorlage im Juli 2018 einstimmig zugestimmt. Es hat keine Einwände im Ausschuss gegeben“, sagt Hengst, der sich verwundert darüber zeigt, dass Läckes keine Kenntnis von der geplanten Maßnahme habe.

Gleichwohl weist Hengst darauf hin, dass lediglich vier Bäume im Rahmen der Verkehrssicherung weichen müssten. Alle weiteren Details sowie die Kostenfestsetzung würden seitens der Verwaltung für die Sitzung des Bauausschusses vorbereitet. Bezüglich der Sorge der Anwohner, dass die Hüttenallee zu einer Lkw-Durchfahrtsstraße werden könne, schlägt er für die Zukunft Verkehrskontrollen vor. „Sofern ein erhöhter Lkw-Durchfahrtsverkehr festgestellt würde, sind weitergehende Maßnahmen wie zum Beispiel ein Durchfahrtsverbot zu prüfen.“

Die Grünen lehnen Planungen für eine Verbreiterung der Hüttenallee ab. Zum einen wegen der dem Klimaschutz widersprechenden Baumfällungen, zum anderen wegen des steigenden Unfallrisikos wegen zu erwartender höherer Geschwindigkeiten. Um die Ränder der Straßen zu sichern, solle man andere Methoden anwenden, wie zum Beispiel durch liegende Baumstämme.