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Hol- und Bringedienst bei Corona-Impfung für Krefelder Senioren

Coronavirus in Krefeld : Hol- und Bringedienst bei Corona-Impfung für Krefelder Senioren

Der Service wird von Stadt und DRK preiswert angeboten. Wie genau das funktioniert und was man tun muss, um dieses Angebot in Anspruch zu nehmen.

Wenn am 1. Februar das Impfzentrum am Sprödentalplatz öffnet, wird es einen Hol- und Bringedienst für die über 80-jährigen Krefelder geben, die nicht selbst dorthin kommen können. Das kündigten OB Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen am Dienstag an. Zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes holen die immobilen Senioren zu Hause ab, fahren sie ins Impfzentrum und danach wieder heim.

Der Service kostet pauschal fünf Euro. Interessenten  können den Service per Telefon unter der Nummer 0175-123 04 96 oder via Mail an: corona-zusatzangebot@krefeld.de beauftragen, diese Kontaktdaten stehen auch in dem Infobrief von Land und Stadt, der am Mittwoch rausgeht. „Ich bin sehr froh, dass wir dieses Angebot machen können, ohne dass es lange Diskussionen mit Krankenkassen oder Land gibt, wer da was bezahlt“, sagte Meyer.

Das Impfzentrum wird dann zunächst an fünf Tagen in der Woche jeweils von 14 bis 20 Uhr geöffnet sein: montags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags. Sollte der Andrang sehr groß sein (und es genug Impfstoff geben) können Stadt und der Betreiber DRK jederzeit auf sieben Tage und mehr Stunden ausdehnen.

Die Zahl der Infizierten hat sich in Krefeld auf hohem Niveau eingependelt (aktuell sind es 743) , wobei die Sieben-Tage-Indiz am Dienstag (mit allen Nachmeldungen vom Wochenende) bei 127,5 und damit deutlich unter der gefürchteten 200er-Marke lag. Aber: Es sterben weiterhin Krefelder, am Dienstag wurden fünf neue Todesfälle gemeldet (vier aus Pflegheimen und ein um die 60 Jahre alter Klinikpatient). Damit sind allein im Januar 39 Menschen an oder mit Corona gestorben, insgesamt sind es 91. In Krankenhäusern liegen derzeit 42 Covid-Patienten, sieben davon auf Intensivstationen.

Gut voran gehen die Impfungen in den Pflegeheimen, sagte Lauxen: „Wir liegen voll im Zeitplan. Ende der Woche sind 27 von 30 Einrichtungen durchgeimpft, in fünf Heimen  wird bereits die zweite Dosis verabreicht.“ Bis Mittwoch sollen auch in den Kliniken mehr als 1500 (erste) Impfungen für das Personal gelaufen sein.

Ärger gab es bei der Demo der „Querdenker“ am Montagabend mit etwa 50 Teilnehmern. Der Kommunale Ordnungsidenst (KOD) musste 25 Ansprachen wegen der Unterschreitung des Mindestabstandes machen; gegen sechs Störer sprach die Polizei Platzverweise aus. Der KOD wiederum verhängte zwei Bußgelder in Höhe von 2500 Euro gegen die Inhaber von Handyläden an der Neusser- beziehungsweise Gladbacher Straße, weil dort Verkäufe beobachtet worden waren.