Hofer führt den Katholikenrat

Hofer führt den Katholikenrat

Der neue Vorsitzende löst nach zehn Jahren Lothar Zimmermann ab.

Hans-Joachim Hofer ist der neue Vorsitzende des Katholikenrates in der Region Krefeld. Er löst damit Lothar Zimmermann ab, der dieses Amt rund zehn Jahre bekleidet hat.

Hofer war vom amtierenden Katholikenrat und der DJK Germania, deren Vorsitzender er ist, vorgeschlagen worden. Er hat bei der Vollversammlung elf von 19 Stimmen auf sich vereinigt. Auf Zimmermann, der erst kurz vor der Wahl vom Sozialwerk Krefelder Christen und der Caritas vorgeschlagen wurde, entfielen sechs.

Hofers großes Thema ist die Jugend, Kinderarmut sein Stichwort. „Nach unserer konstituierenden Sitzung werden wir in die Sacharbeit eintreten“, sagt er. „Das heißt: Wir möchten das Gespräch mit Jugendamtsleiter Markus Schön suchen, um auszuloten, wie wir uns einbringen, wie wir als Katholiken Hilfestellung leisten können, um die Kinderarmut zu bekämpfen. Sie ist ein Skandal in unserer Gesellschaft.“

Hans-Joachim Hofer, Vorsitzender des Katholikenrates in der Region Krefeld

Es arbeiteten bereits katholische Verbände in der Initiative des Oberbürgermeisters gegen Kinderarmut, berichtet er weiter. Außerdem möchte der neue Vorsitzende Jugendliche für die kirchliche Arbeit begeistern. „Wir können sie in den Jugendeinrichtungen wie Mobifant und Kreta oder im Jugendhaus Jojo treffen. Die Kinder kommen, wenn sie angesprochen werden“, ist er sicher. Der 64-Jährige hat zudem einen guten Draht zu Kindern, da er als Vorsitzender der DJK Germania Oppum mit Mädchen und Jungen arbeitet.

Den direkten Draht nach Aachen besitzt er, weil er auch Vorstand im Diözesanvorstand der katholischen Sportverbände DJK ist. Dass Krefeld fast zehn Jahre keinen Regionaldekan besitzt, bemängelt er.

Den neuen Vorschlag von Bischof Helmut Dieser, an seine Stelle Regionalvikare einzusetzen, begrüßt er. „Wir Krefelder Katholiken brauchen ein Gesicht. Es wird jetzt ein Weg beschritten, der akzeptabel ist.“

Die neuen Regionalvikare sollen zu einem Team gehören, in dem auch Laien sitzen. Dies, so findet Hofer, sei eine Aufwertung des Regionalteams.

Wichtig sei dieses neue Gremium auch, um das Bild der katholischen Christen in der Öffentlichkeit bewusster zu machen. Überhaupt sei auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit ein Thema, an dem grundsätzlich gearbeitet werden müsse. Er selbst werde diesem neuen Team angehören. Denn: „Wenn wir an der Spitze stehen und was bewirken wollen, müssen wir auch arbeiten.“ Dass der Regionalvikar — nach Vorschlägen aus der Region — von Aachen bestimmt werde, sei für ihn klar.

Hofer findet es gut, dass der Bischof innerhalb des synodalen Prozesses „Heute bei dir“ in die Region komme und sich mit den Menschen zusammensetzt. „Es wird miteinander geredet und nicht übereinander.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung