Eishockey: Hodgman: Ein Center für Reihe zwei

Eishockey : Hodgman: Ein Center für Reihe zwei

Der kanadische Mittelstürmer verstärkt die Krefelder Pinguine. Hanson und Miller müssen den Verein verlassen.

Die Krefeld Pinguine haben ihre Vorliebe für kanadische Eishockeyprofis entdeckt. Wie der Eishockeyverein am Mittwoch bekannt gab, wechselt mit Justign Hodgman der vierte Spieler aus dem Mutterland des Eishockeys an die Westparkstraße. Der 30-jährige Kanadier hat bereits in Finnland, Russland, Schweden und Tschechien gespielt und soll als Center zukünftig die zweite Reihe der Pinguine anführen. „Justin Hodgman ist ein kompletter Spieler, der sein Können bereits in den besten Ligen der Welt gezeigt hat. Er ist im Kreieren von Chancen ebenso gut wie im Abschluss. Wir wollten einen weiteren rechtsschießenden Mittelstürmer unter Vertrag nehmen und haben mit Justin unseren Wunschspieler erhalten“, freut sich Matthias Roos, Sportdirektor und Geschäftsführer der Pinguine.

Trainer Brandon Reid kann in
der Offensive variabel umstellen

Litten die Krefelder in der vergangenen Saison an einem Mangel an durchsetzungsstarken Centern, soll dies in Zukunft kein Problem mehr sein. Roos sagt: „Ein Schlüssel zum Erfolg wird für uns die Qualität und Quantität an Mittelstürmern sein. Auf dem Papier sind Daniel Pietta, Justin Hodgman und Kai Hospelt die Kandidaten für die Reihen eins bis drei.“ Ob es dabei bleibe, werde die Vorbereitung zeigen, denn auch Jeremy Welsh, Jacob Lagacé, Vincent Saponari, Laurin Braun, Travis Ewanyk und Niklas Postel könnten die Mittelstürmerposition bekleiden, seien aber auch als Außenbahnspieler einsetzbar. „Das gibt den Trainern Flexibilität beim Zusammenstellen der Sturmformationen und wird sich beispielsweise auch positiv auf unsere Bullyquote und das Defensivverhalten der Stürmer insgesamt auswirken“, so Roos weiter.

Justin Hodgman spielte in
der ECHL um den Kelly Cup

Justin Hodgman ist nach eigenen Angaben bereits seit November mit den Verantwortlichen der Pinguine über ein mögliches Engagement an der Westparkstraße in Gesprächen gewesen, hätte sich aber aus privaten Gründen zunächst zu einem Verbleib in Fort Wayne entschieden. Dort spielte er in der ECHL (bis Mai 2003 East Coast Hockey League) um den Kelly Cup. Im Mai sei dann gemeinsam mit der Familie die Entscheidung gefallen, nach Deutschland zu gehen. „Das wird definitiv eine neue Erfahrung, auf die wir uns riesig freuen. Meine Kinder haben bereits begonnen Deutsch zu lernen“, sagt der Kanadier, der mit der Rückennummer 93 auflaufen wird.

Durch die Verpflichtung von Hodgman steht auch fest, dass die Stürmer Greger Hanson und Tim Miller keine Zukunft mehr bei den Pinguinen haben werden. „Wir möchten uns ausdrücklich bei Greger und Tim für ihren vorbildlichen Einsatz im Trikot der Pinguine bedanken und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft. Grundsätzlich hätten wir gerne mit beiden weitergearbeitet, haben uns jedoch entschieden, weitere Veränderungen im Kader vorzunehmen“, äußert sich Roos. Hanson stand in 60 Partien für die Pinguine auf dem Eis, erzielte dabei elf Tore und gab neun Vorlagen. Der Deutschamerikaner Tim Miller war 85 Mal für die Krefelder am Schläger. Ihm gelangen sieben Treffer und zwölf Vorlagen.

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