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Beratung der Diakonie: Hochverschuldet trotz Arbeit

Beratung der Diakonie : Hochverschuldet trotz Arbeit

Rund 1000 Menschen lassen sich jährlich von der Diakonie zum Thema Schulden beraten.

Krefeld. Die bundesweite Aktionswoche zur Schuldnerberatung stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Arm und überschuldet - trotz Arbeit“. Helmut Peters von der Schuldnerberatung der Diakonie Krefeld hilft jährlich mehr als 1000 Ratsuchenden zu dem Thema Schulden und Finanzen. „Der Trend, der dabei klar zu erkennen ist, spiegelt sich auch im Motto der diesjährigen Aktionswoche wieder - trotz der Einführung des Mindestlohns haben viele Menschen enorme finanzielle Probleme, obwohl sie einen festen Arbeitsplatz besitzen“, sagt Helmut Peters im Gespräch mit der Westdeutschen Zeitung. Auch wer einen Arbeitsplatz habe, könne nicht aus

Seit 15 Jahren ist Peters nun bereits Ansprechpartner für Ratsuchende. In der Zeit hat sich seine Aufgabe stetig verändert: „Die Aufgaben haben sich für uns dahingehend verändert, dass die Menschen, die sich verschulden oft immer jünger werden“, sagt Peters.

Darum arbeitet die Diakonie-Schuldnerberatung ganz eng mit Schulen und Berufskollegs zusammen. „Denn bereits hier entscheidet sich oft, ob junge Menschen durch das Verpassen eines ausreichenden Abschlusses der Zugang zum Arbeitsmarkt möglicherweise verwehrt bleibt“, so Peters.

Durch das ausbleibende regelmäßige Einkommen beginnen oft die Probleme. „Sowohl der frühe Auszug aus dem Elternhaus und die damit verbundenen Kosten, wie auch der Abschluss von Mobilfunkverträgen oder die Bestellung bei Versandhäusern sorgen gerade bei den jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren dann für die Anhäufung von Schulden“, sagt Peters.

Wie man diese wieder begleichen kann, erfahren die Ratsuchenden in der Schuldnerberatung der Diakonie. Zudem hilft die Beratung bei der Ordnung der eigenen Finanzen, bietet begleitende Gänge zu Banken oder Gläubigern an und zeigt auf, wie man Überschuldung vorbeugen kann.