Hochschule Niederrhein: Ein transparentes Haus für künftige Ingenieure

Hochschule Niederrhein: Ein transparentes Haus für künftige Ingenieure

Zum Wintersemester 2014/15 sollen die Studenten in den 6000 Quadratmeter großen Neubau an der Obergath einziehen.

Krefeld. Lange haben die Passanten auf das freie Feld am Campus Süd der Hochschule Niederrhein (HN) geguckt und darauf gewartet, dass dort die Bagger anrollen. Jetzt ist es soweit. Die Arbeiten für den Erweiterungsbau haben begonnen und können per Webcam sogar gemütlich von Zuhause aus beobachtet werden.

„Wer möchte, kann die Baufortschritte ab jetzt verfolgen. Eine Kamera richtet ihre Linse auf das Grundstück“, erklärt Hochschul-Architekt Philipp Webels. Von Montag bis Freitag wird ein tagesaktuelles Bild von der Baustelle auf der Hochschul-Webseite veröffentlicht. Nach und nach wird dort zu sehen sein, wie ein Gebäude im Zeichen der Energieeffizienz entsteht. Das Konzept sieht einen Energiemix aus Erdwärme, Wärmepumpen und konventioneller Energie vor. Die Hochschulräume sollen aber auch kommunikativ und transparent sein. Das erfolgt durch ein rundherum verglastes Erdgeschoss.

Das neue Haus der Hochschule Niederrhein wird rund 6000 Quadratmeter groß. Der sogenannte Modulbau erweitert die HN in westlicher Richtung entlang der Obergath. Darin werden vor allem der Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen sowie das neue „SWK-Energiezentrum E 2 — Lehr- und Forschungszentrum für Energiemanagement und Energietechnik der Hochschule Niederrhein“ untergebracht.

Während das Erdgeschoss rundherum verglast ist, besteht die Fassade aus einer perforierten Metallverkleidung, die sich je nach Tageszeit verändert. „Hochschulräume müssen kommunikativ und transparent sein“, sagte Hochschulpräsident Professor Hans-Hennig von Grünberg bei der Vorstellung des Projektes. „Mit diesem Entwurf erreichen wir dieses Ziel auf eine innovative und zugleich unaufdringliche Art und Weise.“ Ab dem Wintersemester 2014/15 sollen dort die Studierenden ein- und ausgehen.

Von der vierspurigen Ausfallstraße wird der Neubau gut sichtbar sein. Der Anschluss an die bestehenden Bauten soll anhand einer großzügigen Grünfläche erfolgen. Diese findet ihre Fortsetzung im 324 Quadratmeter großen Innenhof des Gebäudes, der kommunikativer Mittelpunkt werden soll.

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