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Herztod ist in Krefeld Todesursache Nummer eins

Medizin : Herztod ist in Krefeld Todesursache Nummer eins

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Haupttodesursache in Krefeld. Die zweithäufigste Ursache folgt nur knapp danach.

Nach Zahlen des Statistischen Landesamts NRW starben 2019 in Krefeld 835 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dies entspricht 29,2 Prozent aller Todesfälle. „Damit sind die Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin die Todesursache Nummer eins in Krefeld“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. Zweithäufigste Todesursache waren mit 26,0 Prozent Krebserkrankungen, gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems mit 7,6 Prozent.

Die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung ist die koronare Herzkrankheit, bei der es durch Verengung der Kranzgefäße zu einer mangelnden Durchblutung des Herzens kommt. Im schlimmsten Fall führt sie zum Herzinfarkt.

Auf dem zweiten Platz folgt die Herzschwäche, die oft eine Folge anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzklappen-Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen ist. „Ein großer Teil dieser Erkrankungen lässt sich dabei auf das persönliche Verhalten zurückführen, wenig Bewegung, Rauchen, zu hoher Alkoholkonsum und Übergewicht sind hierbei die wichtigsten Faktoren“, so Michael Lobscheid.

Allerdings gibt es durchaus auch eine positive Entwicklung: Insgesamt sterben immer weniger Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen, 2006 waren sie noch für 41,2 Prozent aller Todesfälle in Krefeld verantwortlich. „Hier zeigt sich ganz klar die positiven Effekte des medizinischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte. So ist beispielsweise die Sterblichkeit in Deutschland nach einem Herzinfarkt seit 1990 um fast 50 Prozent gesunken“, so Michael Lobscheid weiter. „In den vergangenen zehn Jahren erhöhte sich dadurch auch die Lebenserwartung bei Jungen um mehr als zwei Jahre, bei Mädchen um anderthalb Jahre.

Auch für ältere Menschen nimmt die Lebenserwartung weiter zu. 65-jährige Männer haben statistisch gesehen noch knapp 18 Jahre vor sich, gleichaltrige Frauen sogar noch fast 21 Lebensjahre“.

(red)