Helle Räume und viel Platz für die Schüler

Helle Räume und viel Platz für die Schüler

Die ersten Arbeiten an der Südschule sind geschafft. Bis 2013 soll alles fertig sein.

Krefeld. An der Südschule herrscht große Pause. Es ist nicht die tägliche Zeit für Milch und Brötchen gemeint, sondern die Ruhe zwischen Bauabschnitt zwei und drei. Das heißt: Das erste denkmalgeschützte 125 Jahre alte Schulhaus ist jetzt saniert und samt Anbau fertig.

Dort beziehen die Kinder nach den Sommerferien ihre Klassen. Sie können dann gleichzeitig die Container-Dependance an der Hafelsstraße verlassen und räumen das zweite alte Haus auf dem Schulgelände an der Kölner Straße, das nun auch modernisiert werden kann. Mit dem bereits fertiggestellten Neubau für Schulleitung und Offenem Ganztag haben die drei Gebäude dann auch genügend Raum für das pädagogische Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts.

Mats, Nele und Melissa dürfen als erste das sanierte Haus betreten und testen die neuen Möbel. "Wird das meine Klasse?", fragt Mats hoffnungsvoll. Die Frage ist verständlich. Zurzeit sind die Klassenräume dunkel. Linoleum liegt auf den Holzspanplatten und es riecht hier wirklich muffig nach altem Schulhaus. Die große hölzerne Treppe knarzt. "Hier waren zuletzt 240 Kinder zusammengepfercht", sagt Schulleiterin Marita Koblenz-Lüchow. "Die Umgebung war nicht mehr geeignet."

Kontrastprogramm im sanierten Nebengebäude. Hier hat Architekt Jörg Thorissen auf der guten Baustruktur der vorletzten Jahrhundertwende aufbauen können. "Wir haben die alte Treppe erhalten", so Thorissen. "Sie wurde modernisiert, ihr Geländer ergänzt." Das Treppenhaus ist hell weiß und orange gestrichen und auch die alten schwarz-ockerfarbenen Bodenfliesen kommen besser zur Geltung.

Die Klassen sind lichtdurchflutet. Helle Holzmöbel stehen an den weiß gestrichenen Wänden, Brandschutztüren und Akustikdecken sind selbstverständlich. Durch einen Lichthof ist das alte Schulhaus mit dem Neubau, der Platz für weitere sechs Klassen schafft, verbunden.

"Endlich werden wir genug Platz haben, um unser pädagogisches Konzept, den gemeinsamen Unterricht der Klassen eins bis vier, richtig durchführen zu können", freut sich die Schulleiterin. "Wir brauchten dringend mehr Räume." So besitzt in Zukunft jede Klasse auch einen Nebenraum, drei Klassen im Erdgeschoss haben zusätzlich einen kleinen Hof.

Wenn 2012/ 13 alles fertig ist, besteht auch noch genügend Platz, um die kommenden Kinder aus den Neubaugebieten Fischelns aufnehmen zu können. Als nächstes wollen Lehrer und Eltern den Abschied von der Hafelsstraße richtig feiern.