Hundehaltung: Halterin muss Kangal zwangsweise abgeben

Hundehaltung : Halterin muss Kangal zwangsweise abgeben

Besitzer erhält Hunde zurück. Vorwürfe wegen schlechter Haltung bleiben bestehen.

Krefeld. Leonie Driesen musste nach einem anderthalbjährigen Rechtsstreit ihr Kangal-Weibchen in dieser Woche wieder an den ehemaligen Besitzer abgeben. Dieser hatte vor zwei Jahren erfolgreich vor dem Krefelder Amtsgericht gegen die Zwangsabgabe seiner neun Kangal-Welpen ins Tierheim geklagt. Zuvor waren ihm die Hunde aufgrund schlechter Lebensbedingungen in seinem Hinterhof am Frankenring abgenommen worden.

Genau dorthin kommt der Kangal von Leonie Driesen nun zurück. „Ich kann es nicht verstehen, warum man bei der Stadt nicht einsehen will, wie schlecht es den Tieren dort geht“, sagt Driesen. Weil weder Ordnungs- noch Veterinäramt auf die Hinweise von ihr reagierten, dass die Bedingungen zur Haltung der Tiere immer noch nicht artgerecht seien — die Hunde sollen in ihrem eigenen Kot und zwischen Müllbergen leben — hat die Moerserin Videomaterial gesammelt, dass die schlechten Lebensbedingungen der Hunde dokumentieren soll.

Der Internet-Tiersender Gassi-tv.de hatte über die Bedingungen auf dem Gelände berichtet. Die Stadt machte keine Angaben zu dem Vorfall, bestätigte aber einen Rechtsstreit aus dem Jahr 2014 mit einem Kangal-Besitzer. hoss

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