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Grüne lehnen Vereinbarungen zwischen Stadt und Pinguinen ab

Grüne lehnen Vereinbarungen zwischen Stadt und Pinguinen ab

Daniel John: „Unterstützung des KEV muss Grenzen haben.“

Während sich SPD, CDU und Verantwortliche der Krefeld Pinguine zuversichtlich zum Erhalt des Eishockeystandortes Krefeld zeigen, kritisieren die Grünen die Vertragsverhandlungen mit dem KEV. „Leider macht es die rechtlich gebotene Verschwiegenheitspflicht unmöglich, unsere Kritik inhaltlich zu begründen und mit Zahlen zu belegen“, sagt der für die Grünen im Aufsichtsrat sitzende Ratsherr Daniel John.

Gleichwohl sei laut John die Zeit gekommen, im erlaubten Umfang endlich Klartext zu reden. „Selbstverständlich stehen auch wir für den Erhalt des Eishockeystandortes Krefeld ein und hegen große Wertschätzung für die Rolle der Pinguine für unsere Stadt“, stellt er klar, um gleichzeitig zu konstatieren: Klar sei aber auch, dass die direkte und indirekte Unterstützung des KEV in einer mit immensen Altschulden belasteten, sich noch immer in der Haushaltssicherung befindenden Kommune auch Grenzen haben müsse.

Während die Grünen zur dauerhaften Sicherung des Eishockeys in Krefeld eine „Allianz von Pinguinen, Privatwirtschaft, Bürgern und auch der Stadt“ fordern, erklärt Wolfgang Schulz zu den Verhandlungen mit der Seidenweberhaus GmbH: „Die Gespräche bisher waren sehr konstruktiv. Die Seidenweberhaus GmbH kommt mit der Vereinbarung dem Krefelder Eishockey sehr entgegen.“ Auch wenn letztendlich nicht alle Wünsche des Vereins umgesetzt worden seien, werde deutlich, dass alle Beteiligten aufeinander zu gehen“, so Schulz. „Es stimmt mich zuversichtlich, dass man gemeinsam an einem Strang zieht. Nur so kann der wichtigste Werbeträger der Stadt Krefeld, die Krefeld Pinguine, bestehen bleiben.“

Die Grünen sehen das ein Stück weit anders und stellen eigene Ideen vor, mit denen die Zukunft der Pinguine aus ihrer Sicht gesichert werden könnte. „Die Stadt könne ihren Beitrag beispielsweise durch die kostenfreie Bereitstellung der Halle leisten; dann aber müsse das Sponsoring städtischer Töchter zwingend vollständig und dauerhaft zurückgefahren werden. Das wäre fair, nachvollziehbar und macht Platz für private Sponsoren“, ist sich Daniel John sicher.

Pinguine-Sportdirektor Matthias Roos verweist hingegen darauf, dass „das erzielte Verhandlungsergebnis hilft uns sehr, die laufende Saison wirtschaftlich abzusichern, auch wenn wichtige Punkte noch verhandelt werden müssen.“ Zu den genauen Inhalten des Eckpunktepapiers wollten sich weder Politik noch Vereinsvertreter äußern.