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Grüne fordern Anbindung der Krefelder Promenade an den Großmarkt

Unparteiisch : Grüne fordern Anbindung der Krefelder Promenade an den Großmarkt

Den Anschluss der Krefelder Promenade an den Großmarkt wollen die Grünen in Angriff nehmen. Der Vorschlag kommt aber etwas spät. Ein Überblick.

Der Vorschlag Den Anschluss der Krefelder Promenade an den Großmarkt wollen die Grünen in Angriff nehmen. In der Juni-Sitzung des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Mobilität soll deshalb die Verwaltung beauftragt werden, eine Planung, eine Kostenschätzung sowie einen Finanzierungsvorschlag dafür vorzulegen. „Da der Promenaden-Abschnitt Kuhleshütte-Hausbend in diesem Jahr fertiggestellt wird, könnte im Anschluss daran die direkte Anbindung des beliebten Ausflugsziels Großmarkt an den Freizeitradverkehr erfolgen“, meint die mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen, Ratsfrau Ana Sanz.

Mit diesem Vorstoß wollen die Grünen die Promenade weiter voranbringen. Der in Kürze fertig werdende Abschnitt ab der Neuen Feuerwache zeige ihr Potential nicht nur als Verbindung für den Radfahr- und Fußgängerverkehr, sondern auch als Freizeitfläche für Spiel, Sport und Muße.

Der Zusammenhang Die Weichen dafür sind laut Sanz im Übrigen schon gestellt: „Die Flächen der stillgelegten und entwidmeten Bahntrasse von der Kuhleshütte zum Großmarkt sind bereits im Besitz der Stadt.“ Auch die Schienen seien schon entfernt worden. Es gebe deshalb keinen Grund, diese Maßnahme auf die lange Bank zu schieben, zumal dadurch auch die Radanbindung von Oppum an die Innenstadt deutlich verbessert werden könne.

Die Idee für die Krefelder Promenade geht bis in die 1990er-Jahre zurück. Konkret wurde die Vorstellung durch die Studie des beauftragten Büros Spiekermann aus dem Jahr 2013. Die sieht eine zukunftsweisende, multifunktionale 16,5 Kilometer lange Achse für Fußgänger und Radfahrer im Berufs- und Freizeitverkehr vor, die in 16 Teilabschnitten von Forstwald bis zum Bahnhof Uerdingen reicht. Sie soll kurze, umwegarme und attraktive Verbindungen zwischen Freizeit- und Kultureinrichtungen als auch zwischen den Stadtteilen ermöglichen, aber auch an regionale Verbindungen anschließen. Um gut angenommen zu werden, soll die Trasse möglichst abseits des Autoverkehrs geführt werden und durchgängig für Radfahrer und Spaziergänger erlebbar sein. Als Zwischenstopp würde sich der Großmarkt mit seiner überwiegenden Gastronomie anbieten.

Die Bewertung Mit dem Bau des ersten, 1,8 Kilometer langen Abschnitts von der Neuen Hauptfeuerwache bis zu den Straßen Trift/Weiden wurde im Frühjahr 2019 begonnen. Die nächsten Abschnitte bis zur Unterführung der Autobahn 57 sollen Ende des Jahres eingeweiht werden. Deshalb ist der Zeitpunkt für diesen Vorschlag irritierend, außer, es ist reines Wahlkampf-Getöse. In zahlreichen Gremien zuvor ist die Planung für die ersten vier Abschnitte vorgestellt und darüber abgestimmt worden. Wieso ist der Vorschlag nicht damals unterbreitet worden? Aus Sorge, dass sich der Start wegen möglicher zusätzlicher Kosten noch weiter verzögert?

Die Bauarbeiten für die ersten beiden Abschnitte sind längst fertig, die Grünflächen angelegt, die neuen Bäume gepflanzt. Die neue Fahrrad-Brücke über den Dießemer Bruch mit Rampen-Zufahrt bietet bereits die Möglichkeit, dort abzufahren und den Dießemer Bruch 100 Meter entlang weiter Richtung Großmarkt zu fahren. Der Anschluss ist damit schon da.