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Großbauprojekte in Krefeld: So geht es mit Rheinblick und Co. weiter

Großbauprojekte in Krefeld : So geht es mit Rheinblick, dem Hafen und den Kasernen weiter

Trotz Corona soll es in Krefeld mit den großen Bauvorhaben möglichst zügig weitergehen. Wir geben einen Überblick über die Entwicklungen der Großbauprojekte.

Trotz Corona soll es in Krefeld mit den großen Bauvorhaben möglichst zügig weitergehen. Auf der von Bau-Dezernent Marcus Beyer am Donnerstag im Planungs- und Bauauschuss präsentierten Prioritätenliste bleibt das Projekt Rheinblick weiter an Nummer eins. Unsere Redaktion gibt einen Überblick über die Entwicklungen der Großbauprojekte.

Rang 1: B-Plan 772 (Rheinblick)

In diesem Jahr sollen weitere grundlegende Details zu dem umfangreichen Bauvorhaben erörtert werden. Noch im Jahr 2020 soll eine weitere (dritte) öffentliche Auslegung erfolgen. Dann sollen verschiedene Ergebnisse aus Studien bereits vorliegen. Unter anderem haben die Juristen der Currenta und der Stadtverwaltung Lösungsvorschläge für das Thema Schallschutz erarbeitet. Die Sicherstellung des Hochwasserschutzes in Form eines „hochuferähnlichen Zustandes“ auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie wurde bereits mit der Bezirksregierung vorabgestimmt. Der wasserrechtliche Antrag (durch den Kommunalbetrieb ausgearbeitet) liegt der Bezirksregierung nach Angaben der Stadt Krefeld seit dem 2. Quartal 2019 vor und wird seit Januar 2020 mittels Plangenehmigungsverfahren bearbeitet. Ein Ergebnis hierzu sei nicht vor Herbst 2020 zu erwarten.

Rang 2: B-Plan 777 (Nordanbindung Hafen)

Die Fachgutachten werden derzeit abgearbeitet; parallel erfolgt die weitere Abstimmung der Straßenvorplanung. Diese Arbeitsprozesse sollten im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Ausschreibung und Baubeginn werden für 2021 „angestrebt“.

Rang 3: B-Plan 692
(Bethelstr./Emil-Schäfer-Straße)

Die Stadt hat die Flächen im Plangebiet nahezu vollständig erworben. Auf dem rund acht Hektar großen Gelände sollen in dem geplanten Mischgebiet Wohnungen, Büros, Gewerbe und Einzelhandel entstehen. Probleme gibt es mit einem archäologischen Gutachten, das laut LVR-Amt für Bodendenkmalpflege vor Auslegung des Bebauungsplanentwurfs notwendig ist. Laut Verwaltung habe es sich als „schwierig erwiesen“, ein wirtschaftliches Angebot für eine archäologische Sachverhaltsermittlung in Zeiten von Corona zu erhalten. Die archäologische Sachverhaltsermittlung auf der ehemaligen Kaserne wurde im Januar 2020 durchgeführt mit dem eindeutigen Ergebnis: keine Funde.

Rang 4: B-Plan 822
(Willy-Brandt-Platz)

Mehrere Investoren haben nach Angaben der Stadt ihr Interesse an der Entwicklung der großen Brach-Fläche am südlichen Ausgang des Krefelder Hauptbahnhofs bekundet. Der Schwerpunkt soll auf Büros, einem Hotelstandort sowie (kommerziellen) Sport-und Freizeiteinrichtungen liegen. Es soll ein städtebauliches Konzept zur Nutzung des Bereiches Kölner Straße/Ritterstraße /Südausgang Hauptbahnhof mit der Krefelder Promenade und der geplanten Busstation weiterentwickelt werden.

Rang 7: B-Plan 686 (Theaterplatz)

Zurzeit werden die Rahmenbedingungen für die Ansiedlung eines Verwaltungsneubaus geklärt. Danach kann an dem weiteren bauleitplanerischen Verfahren gearbeitet werden.

Rang 13: B-Plan 737 (Kaserne Kempener Allee)

Aktuell werden die Erschließungsanlagen abgestimmt (z.B. verkehrliche Anbindung an die Kempener Allee, Entwässerungskonzeption) sowie die Fachgutachten bearbeitet beziehungsweise abgestimmt (unter anderem Artenschutzuntersuchung, Verkehrsgutachten, Schallgutachten). Parallel erfolgen die Abstimmungen zu einem ersten Bauabschnitt für den Umbau der drei Mannschaftsgebäude entlang der Kempener Allee zu Wohngebäuden.