Glasdach-Dilemma macht Stadt ratlos

Haltestelle : Dezernent Linne verliert die Geduld

Neue Risse am Glasdach machen die Stadt ratlos. Eine neue Lösung soll her.

Die erneuten Risse in Scheiben des Ostwall-Glasdachs machen auch die Stadt langsam ratlos. Stadtplanungsdezernent Martin Linne bezweifelt, dass es weiterhin Sinn macht, die Scheiben bei künftig noch auftretenden Schäden auszutauschen. „Es muss eine gänzlich andere Lösung her.“

Dabei sind die jüngsten Arbeiten gerade erst in den Sommerferien abgeschlossen. Eine fehlende Scheibe wurde eingesetzt, vier defekte Scheiben wurden ausgetauscht.. Das Problem: Schon dabei wurden bei den Arbeiten an der Ausrundung am südlichen Ende des Daches zwei andere, vorher intakte, Scheiben beschädigt. Eine davon wurde ausgebaut, die andere blieb hängen. Diese beiden Scheiben sollten nachproduziert und ersetzt werden. Ein ewiges Ärgernis. Und nun mussten Risse in zwei weiteren Scheiben, einmal auf der östlichen Seite gegenüber der Sparkasse, einmal in der nördlichen Ausrundung festgestellt werden. Die Stadtverwaltung erfuhr erst auf WZ-Anfrage davon. „Die Ursache dafür ist, wie auch bei den anderen defekten Scheiben, bisher nicht bekannt“, heißt es im Presseamt der Stadt. „Angesichts der neu aufgetretenen Schäden wird die Stadtverwaltung zeitnah über das weitere Vorgehen entscheiden.“

Eine schnelle Lösung für das Problem soll es nicht geben

Weitere Austausche wird es wohl nicht geben. „Man muss sich die Frage stellen, ob das zielführend ist“, so Linne. Die Verantwortlichkeiten zwischen Stadt und Bauträger seien hinreichend geklärt. Die spanische Firma sei nicht irgendein Unternehmen, sondern weltweit in Sachen Glaskonstruktionen unterwegs. „Die wissen, wie man mit dem Material umgeht.“ Umso erstaunlicher ist für Linne der Dauer-Ärger am Ostwall. „Es wird keine schnelle Lösung geben, sondern eine, die dann am Ende auch trägt.“ Möglich, dass die Sache in eine neue juristische Runde geht.

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