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Fußgängerzone Neusser Straße wird aufgemöbelt

Fußgängerzone Neusser Straße wird aufgemöbelt

Die Pläne für die Umgestaltung sind fertig. Kosten: rund 280 000 Euro.

Krefeld. Sie gilt den Krefeldern schon lange als Schmuddelkind: die Neusser Straße. Hässliche Fassaden, ein bunt zusammengewürfeltes Pflaster mit Stolperfallen, eng und heruntergekommen. Gerade erst hat der Gutachter des Gerichts angesichts der Zwangsversteigerung des Hansa-Centrums das Umfeld der Passage als „relativ ungepflegt“ beschrieben. Das soll sich jetzt bald ändern.

Die Pläne für den ersten Bauabschnitt sind fertig, werden derzeit in den Ausschüssen vorgestellt. Insgesamt soll die Umgestaltung 280 000 Euro kosten. Die Stadt hat eine Zusage, dass das Land im Rahmen des Stadtumbaus West 80 Prozent der Kosten übernimmt. Allerdings werden die Anlieger sich ebenfalls an den Kosten beteiligen müssen.

Ziel des ersten Bauabschnitts zwischen Südwall und Gladbacher Straße ist es, die Straße als vollwertigen Teil der Einkaufsachse herzurichten, so dass der 2009 neugestaltete Platz am ehemaligen Sinn-Haus und die restliche Fußgängerzone ein einheitliches Bild präsentieren.

So sollen der Bodenbelag des Platzes und die Lampen der Fußgängerzone Hochstraße auf der Neusser Straße fortgeführt werden. Außerdem werden im nördlichen Bereich der Straße Sitzgelegenheiten aus dem gleichen Material wie auf dem Platz angeordnet.

Eine Begrünung mit Bäumen ist wegen der zahlreichen im Boden verlegten Leitungen wohl nicht möglich. Deshalb will man hochwertige Kübel mit einer ansprechenden Bepflanzung vorschlagen. Allerdings müsste die Pflege durch die Anlieger sichergestellt werden.

Der zweite Bauabschnitt umfasst den Bereich vom Platz vor dem Sinn-Haus bis zum Hansa-Centrum sowie Teile von Gladbacher und Hansastraße. Der Ausbau ist mit rund 830 000 Euro veranschlagt und wird nicht vor 2014 in Angriff genommen werden können.

Die Stadt hofft, dass durch diese Investitionen auch die Hausbesitzer dazu angeregt werden, ihre Immobilien zu sanieren. Hinweise und Tipps zum Thema Zuschüsse gibt das Stadtumbau-Büro an der St.-Anton-Straße 69-71.

Parallel arbeitet der Design-Professor Nicolas Beucker von der Hochschule Niederrhein zusammen mit der Stadt und der Straßengemeinschaft Neusser Straße an einem einheitlichen Gestaltungskonzept für das Erscheinungsbild der Einkaufsstraße (Werbung, Stände etc.)

Wenn sich dann noch bald die Architekten mit möglichen Investoren in Sachen Stadtbad einigen, kann die Neusser Straße das „Schmuddelkind-Image“ endgültig ad acta legen.