Für mehr Sauberkeit im Zoo

Für mehr Sauberkeit im Zoo

Drei Stationen mit Hundekotbeuteln stehen nun in dem Tierpark. Er ist einer der wenigen, in dem Hunde erlaubt sind.

Bockum. Wenn ein Hundebesitzer beim Spaziergang seine Hundekot-Tütchen vergessen hat, kann es zu unangenehmen Momenten kommen. Das gilt auch im Krefelder Zoo, dort wurden als neuer Service für Hundebesitzer nun drei Stationen mit Hundekot-Tütchen installiert.

Der Krefelder Zoo ist einer der wenigen Tierparks weltweit, der Hunde willkommen heißt. In den meisten Zoos sind die vierbeinigen Begleiter nicht erlaubt. In Bockum werden sie behandelt wie alle anderen Besucher auch. Besitzer müssen für ihren Vierbeiner 2,50 Euro Eintritt bezahlen, in einer Jahreskarte ist ein Hund ohne weitere Kosten mit inbegriffen. Hat ein Jahreskartenbesitzer mehrere Hunde, bekommen diese sogar eigene Jahreskarten — dann allerdings nicht mehr kostenlos. Ein schöner Zug, der die Tierfreundlichkeit des Zoos unter Beweis stellt.

Schon 3451 Tageskarten für Hunde wurden seit Beginn des Jahres verkauft. Der Zoo betont die Verträglichkeit der Hunde mit den Tieren des Zoos. „Viele Tierpfleger haben auch Hunde. Unsere Tiere sind daher komplett an sie gewöhnt“, erklärt Pressesprecherin Petra Schwinn. Solange Hundebesitzer sich an die Regeln halten, sollte es keine Probleme geben. Hunde müssen an einer kurzen Leine geführt werden, Kinderspielplätze sind tabu. Trotzdem kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Problemen mit Besitzern, die den Kot ihres Hundes nicht weggeräumt haben.

Aufgrund dieser Vorfälle hat sich der Zoo entschieden, drei Hundekot-Tütchen-Stationen zu installieren. Diese sollen helfen, den Zoo sauber zu halten. An den Stationen können Hundebesitzer Tütchen ziehen und auch gleich wieder im Mülleimer loswerden. Sie sind im klassischen Zoogrün angestrichen und haben mehrere Aufdrucke, die Zoobesuchern die Regeln für Hunde im Umgang mit der Umwelt, den Tieren und anderen Besuchern erläutern.

Unterstützt wurde das Projekt von der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld (GSAK). Sie finanziert insbesondere den Nachschub der Kottütchen für das restliche Jahr. Zuvor hatte die GSAK bereits 127 Stationen in Krefeld aufgestellt, um ein schöneres Stadtbild zu schaffen und Hundebesitzern, falls mal ein Tütchen vergessen, wird, auszuhelfen. Es gibt rund 14 000 angemeldete Hunde in Krefeld.

Die Idee für die Stationen kam von den Zoofreunden, die den Aufbau gemeinsam mit der GSAK auch finanziert haben. Der Verein unterstützt den Tierpark seit 1972 mit Geldspenden, sozialem Engagement und Mitgliedsbeiträgen. „Wir hoffen, dass dieses Projekt den Service und die Besucherfreundlichkeit für alle Gäste des Zoos noch weiter verbessert“, sagt der Vorsitzende der Zoofreunde, Frie-drich R. Berlemann.