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Fridays for Future in Krefeld: Rückendeckung von Umweltschützern

Fridays for Future : Rückendeckung von Umweltschützern

Die ablehnende Haltung der SPD an den von Fridays for Future vorgeschlagenen Straßensperrungen wollen Umweltschützer nicht unkommentiert stehen lassen.

Die Krefelder Ortsgruppe von Fridays for Future bekommt bei ihrem Vorstoß zu Straßensperrungen Rückendeckung vom hiesigen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Vor allem die Vorwürfe von SPD-Ratsherr Jürgen Hengst, stoßen bei der Sprecherin der Krefelder Gruppe, Karin Mast, und ihren Mitstreitern übel auf. Die Klima-Initiative hatte im vergangenen Bauausschuss in Anlehnung an das Klimaschutzkonzept und unterstützt von Linken und Grünen der Krefelder Politik eine Liste vorgelegt, auf der die Fraktionen mehrere vorgeschlagene Straßensperrungen mit Ja oder Nein ankreuzen sollten. Hengst nannte das bei Umgehung demokratischer Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung „einen Rückfall in vordemokratische Zeiten“.

Die Ungeduld von Fridays for Future komme nicht von ungefähr

„Eine solche Behauptung trifft doch eher dann zu, wenn bei Abstimmungen Fraktionszwang verordnet wird“, kontert Karin Mast in einem offenen Brief an Oberbürgermeister, Fraktionen und unsere Redaktion. Auch gegen die von der Verwaltung im Rahmen des Ausbaus der Krefelder Promenade vorgeschlagenen Straßensperrungen der Maybach- und Glindholzstraße hatte sich Hengst ausgesprochen. Er wolle keine voreiligen Maßnahmen und das Krefelder Mobilitätskonzept ebenso wie alternative Mobilitätsvorschläge zunächst abwarten. Dazu zählt jedoch auch der Ausbau des Radwegenetzes in Krefeld.

„Die Ungeduld aus der Bürgerschaft einschließlich Fridays for Future und der Umweltverbände kommt nicht von ungefähr. Viel zu lange schleppen sich die diversen Konzepte hin“, sagt Karin Mast. Beim Mobilitätskonzept, das erst im Sommer verabschiedet werden soll, sei der Trend in Richtung mehr Ökologie und Lebensqualität und weniger individueller Autoverkehr auf jeden Fall zu erkennen. Nach Auffassung des BUND könnten die von einzelnen Bürgern im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung beim Mobilitätskonzept und auch von Verbänden und Verwaltung angeregte Maßnahmen wie bestimmte Straßensperrungen vorgezogen werden.

Die Sperrung der Wiedenhofstraße ist laut Karin Mast ein positives Beispiel dafür. Die Formulierung „wir müssen erst warten, bis dies und jenes abgeschlossen ist“, könne der BUND angesichts der aktuellen Umweltprobleme nur noch schlecht nachvollziehen und akzeptieren. Die Gruppe kündigt deshalb an, den Druck in dieser Diskussion aufrecht zu erhalten.