Freiwilliges Soziales Jahr: Viel mehr als ein Lückenfüller

Freiwilliges Soziales Jahr: Viel mehr als ein Lückenfüller

Krefeld. Nach der Schulzeit hat nicht jeder gleich entschieden, was genau er mit seinem Leben machen will. Da kann ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) viel mehr als ein Lückenfüller sein.

„Bei uns sind die FSJler voll in den Arbeitsablauf integriert“, sagt Jutta Eberlein-Dillmann, Vorsitzende des Jugend-Stadtsportbundes Krefeld. „Sie lernen, was es heißt Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und selbstständig Sportprojekte mit Krefelder Schülern durchzuführen.“

Zum 1. Juli und 1. August sucht Eberlein-Dillmann neue Bewerber für das FSJ im Bereich Sport: „Wenn man hier anfängt, sollte man selber aus dem Sport kommen und vielleicht sogar schon Erfahrung mit dem Unterrichten und Anleiten von jungen Menschen haben.“

Philipp Montz aus Uerdingen und Matthias Eschbach aus Linn sind derzeit im FSJ beim Jugend-Stadtsportbund. „Die Arbeit an den Schulen macht mir unheimlich Spaß und hat mich überzeugt, auf Lehramt zu studieren“, sagt Montz. „Ich bin viel selbstständiger geworden, das hat sogar meine Mutter bestätigt.“ Er hat bei der Organisation von „Spiel ohne Ranzen“ oder beim Rudertag am Elfrather See mitgeholfen.

Bei so genannten Bildungstagen wird den FSJlern die Möglichkeit geboten, sich zu schulen. „Ich habe meinen Übungsleiterschein und die Rettungsschwimmerausbildung gemacht“, erzählt Montz, der dadurch bei Kursen in Schwimmvereinen ein wenig Geld dazu verdienen kann.

Zu den Aufgaben gehört auch die Büroarbeit, bei der umfassend geplant und organisiert wird. „Ein weiterer Vorteil ist, dass bei frühzeitiger Bewerbung um einen Studienplatz, das Jahr als Wartesemester angerechnet werden kann“, erzählt der Uerdinger. Dieser weitere positive Aspekt könnte Interessenten die Entscheidung für ein Freiwilliges Jahr im Sport noch ein wenig leichter machen.

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