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Freimaurer übergeben Unterlagen an das Krefelder Stadtarchiv

Escape Room mit Folgen : Freimaurer übergeben Unterlagen an das Krefelder Stadtarchiv

Das Krefelder Stadtarchiv richtete einen Escape Room in seinem Keller ein - mit Folgen. Denn wie ein Gewinner des Spiel kann sich nun das Stadtarchiv selber fühlen.

Vor gut einem Jahr hat das Krefelder Stadtarchiv einen „Escape Room“ eingerichtet: Im Keller der Einrichtung können die Spieler seitdem tief in die Krefelder Geschichte durch spannende Rätsel, knifflige Aufgaben und nervenaufreibende Herausforderungen eintauchen. Gewinner des Spiel ist jetzt aber das Stadtarchiv selbst geworden: Als unmittelbare Folge erhielt es rund sieben laufende Meter Unterlagen zu Geschichte der Freimaurer in Krefeld.

Zum Hintergrund: Als der Escape Room eingerichtet wurde, stellte das Stadtarchiv auf seiner Facebook-Seite zwei mögliche Spielszenarien zur Auswahl: „Seidenbarone“ und „Freimaurer“. Zwar entschied sich dann eine klare Mehrheit für die Barone, doch auch das Szenario „Das Geheimnis des Freimaurers“ klang interessant: Die Teilnehmer sollten, von einem mysteriösen Geldgeber beauftragt, den Nachlass einer einflussreichen Krefelder Persönlichkeit, dem letzten Krefelder Logenmeister vor dem Zweiten Weltkrieg, untersuchen. „Die Unterlagen tauchten vor kurzer Zeit auf einem Dachboden in Krefeld auf und werden zu den rechtmäßigen Erben nach Amerika verschickt“, hieß es damals in der Spielbeschreibung.

Wenig später traf eine Anfrage von der Krefelder Johannisloge im Archiv ein, ob es möglich sei, die verwendeten Unterlagen über die Freimaurer einzusehen. „Wir mussten dann zunächst mitteilen, dass die Geschichte, was die Freimaurer betraf, frei erfunden war“, bekennt das Stadtarchiv aktuell auf Facebook.

Weiter heißt es dort: „Zu unserer Überraschung und Freude bot uns der Logenmeister der Krefelder Johannisloge, Herr Dr. Loke, dann das Archiv der Loge zur Übernahme an! Wir nahmen das Angebot gerne an, da wir bislang kaum Material zu den Krefelder Freimaurern aufbewahren.“

Das Archiv plant nun, den Bestand in den kommenden Monaten zu erschließen und dann der Öffentlichkeit vorzustellen. Das sei auch mit dem Vorsitzenden der Freimaurer-Loge vereinbart worden.