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Feuerwehreinsatz bei Siempelkamp in Krefeld: Sechs Verletzte

Ermittlungen laufen : Brand bei Siempelkamp in Krefeld: Mehrere Verletzte

Im Krefelder Unternehmen Siempelkamp hat es am Dienstagabend einen größeren Feuerwehreinsatz gegeben. 10 bis 15 Tonnen vergossenes glühendes Metall hatte Brand ausgelöst. Nun prüft die Polizei Versäumnisse gegen den Arbeitsschutz.

Über die Notfall-App Nina wurden Anwohner des Inrath in Krefeld am Dienstagabend um 19.38 Uhr vor möglichen giftigen Rußpartikeln gewarnt. Deshalb sollten alle Türen und Fenster geschlossen werden. Grund dafür war ein Brand in der Gießerei von Siempelkamp an der Siempelkampstraße, bei dem zehn bis 15 Tonnen glühendes Metall beim Umgießen neben die Form flossen und ein Feuer entfachten.

Die zwei Lenker der zwei Deckenkräne konnten sich schwerverletzt aufs Dach des Gebäudes retten, von dem sie per Drehleiter von der Feuerwehr gerettet wurden. Vier weitere Menschen wurden dabei verletzt, unter anderem ein Feuerwehrmann, der sich schwere Verbrühungen an den Händen zugezogen hat.

Die Hauptfeuerwache war zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Hüls im Einsatz. Alarmiert wurden sie um 18.05 Uhr. Das Feuer war zwei Stunden später gelöscht, der Einsatz unter Atemschutz dauerte allerdings laut Feuerwehr noch ein paar Stunden an. Die Wachen der Freiwilligen Feuerwehr Traar und Oppum hatten in der Zwischenzeit die Rufbereitschaft in der Hauptfeuerwache übernommen.

Update am Mittwoch, 13. Januar: Der Grund für den Brand bei Siempelkamp in Krefeld

Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei aus einer undichten Gießpfanne flüssiges Eisen ausgelaufen und habe den Brand ausgelöst, teilte die Bezirksregierung Düsseldorf am Mittwoch mit. Der Arbeitsschutz der Bezirksregierung sei vor Ort und im Austausch mit Einsatzkräften und Ermittlern.