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FDP stellt sechs liberale Standpunkte für Krefelder Kommunalpolitik auf

Politischer Aschermittwoch der FDP : Heitmann fordert Ende des Integrationsrates

Ein Ausschuss soll an die Stelle des Gremiums treten.

In seiner Rede zum Aschermittwoch hat der Krefelder FDP-Vorsitzende Joachim C. Heitmann die Ersetzung des Integrationsrates durch einen noch zu bildenden Integrationsausschuss gefordert. „Der hat sich nicht bewährt.“ In der kommenden Wahlperiode müsse daher ein Integrationsausschuss gebildet werden, der an die Stelle des Integrationsrates tritt. Zudem stellte er sechs „Liberale Standpunkte für die Krefelder Kommunalpolitik“ auf zum Thema des Abends: Flucht, Migration und Integration.

Eine Forderung: Der Betreuung von geflüchteten Menschen in Gemeinschaftsunterkünften muss eine „aufsuchende Integrationsarbeit in den Wohnungen folgen.“  Für eine neue Zuweisung einer größeren Anzahl von Flüchtlingen sollten von der Stadt direkt entsprechende kommunale Gemeinschaftsunterkünfte vorgehalten werden.

Die deutsche Sprache sei entscheidend für die Integration von Geflüchteten. „Hier bestanden in den Jahren nach 2015 die größten Defizite.“ Selbst bei Gruppen mit besten Bildungsaussichten habe es über ein Jahr gedauert, bis die Menschen in Sprachkurse vermittelt werden konnten.

Ebenso müsse die öffentliche Unterstützung für Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt verstärkt werden. „Die Krefelder Flüchtlingshilfe hat in den Jahren ab 2015 wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in unserer Stadt der gesellschaftliche Frieden erhalten blieb“, sagte Heitmann.

Als Ehrengast sprach Olaf in der Beek, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bund. Er referierte über die Fluchtursachen, kritisierte die Entwicklungspolitik der Bundesregierung: „Es passiert zu viel bilaterale Arbeit, zu wenig multilaterale.“ Der „Menschheitsaufgabe Klimawandel“ müsse man global begegnen. Die FDP setze sich daher in Deutschland für Innovationen und Technologie-Offenheit ein. Verbote brächten die Menschheit nicht weiter. „Wir sind die Stimme der Vernunft.“ Den Geflüchteten müsse man in den Regionen vor Ort helfen. In der Beek brachte dafür Flüchtlingslager der UN ins Gespräch. So müssten die Menschen nicht mehr in weit entfernte Regionen fliehen. Das sei auch mit weniger Kosten für die Staaten wie Deutschland verbunden. anle