FDP Krefeld macht sich stark für Bildung

Politischer Aschermittwoch : FDP: Forschung ohne Grenzen

Bei den Liberalen spricht Professor über Hochschul-Vernetzung.

Gastredner beim politischen Aschermittwoch der FDP Krefeld war Alexander Prange, Professor an der Hochschule Niederrhein. Beim Treffen der Liberalen im Niederrhein-Saal der Krefelder Rennbahn ging es dabei um internationale Aspekte eines speziellen Niederrhein-Themas. Denn der Vizepräsident der Hochschule für den Bereich Forschung und Transfer sprach vor rund 50 Gästen über „Grenzüberschreitende Projekte der Hochschule Niederrhein“.

Warum die Liberalen den Professor eingeladen hatten, erläuterte Alexander Schmitz, Mitglied des FDP-Vorstands und des Hochschulbeirats. Bei der bevorstehenden Europawahl gehe es um die künftige politische Ausrichtung des Kontinents. Nationalisten und Populisten stünden hier, europäische wie auch liberale Werte wie Offenheit und Toleranz dort.

„Bildungsfreiheit ist ein
wichtiges Thema“

Man habe sich beim politischen Aschermittwoch aber nicht am Wahlprogramm abarbeiten wollen, sagte Schmitz, sondern einen bestimmten Bereich heraus greifen wollen: „Forschung und Wissensvermittlung kennen keine Ländergrenzen.“ Bildungsfreiheit sei daher ein wichtiges Thema. Gleichzeitig wolle man in Krefeld das Bewusstsein dafür wecken: Wir sind Standort eines der größten Hochschulen in Deutschland.

Tatsächlich hat die Hochschule Niederrhein in Krefeld und Mönchengladbach 15 000 Studenten – 60 Prozent davon kommen aus der Region. Internationale Fachbereiche gibt es nur wenige: Prange nannte nur das Textilwesen, in dem 25 Prozent der Studierenden aus Fernost kommen.

 Andererseits gebe es aber viele grenzüberschreitende Projekte und internationale Unterstützung. Prange nannte Zahlen: Zwischen 2014 und 2018 seien Fördergelder der EU in Höhe von knapp 65 Millionen Euro an die Hochschule gegangen. Man sei beteiligt an internationalen Projekten, etwa mit dem 2017 gegründeten Oberflächenzentrum, dessen Kern ein Roboter ist, der die Standards aus der Industrie 4.0 auf Innovationen in der Oberflächentechnologie überträgt. Er entwickelt unter anderem neue Farben, Lacke, Kleb- und Werkstoffe. Dafür hat die Hochschule den Zuschlag für das bisher größte Transferprojekt ihrer Geschichte mit einem Volumen von 10,5 Millionen Euro erhalten. 15 Partner aus Deutschland und den Niederlanden sind dabei.

Nach dem Vortrag konnten sich die Besucher mit Fingerfood stärken, bevor es Gelegenheit zur Diskussion gab.

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