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„Falscher Polizist“ betrügt 90-jährigen Krefelder - Zeugen gesucht

Zeugen gesucht : „Falscher Polizist“ betrügt 90-jährigen Krefelder um zehntausende Euro

Ein dreister Trickbetrüger hat einen Senior aus Bockum um mehrere zehntausend Euro gebracht. Der 90-Jährige sollte offenbar nicht das einzige Opfer werden.

Am Montagabend gegen 21 Uhr habe ein Mann bei dem 90-Jährigen angerufen und sich als Polizeibeamter namens „Markus Stahl“ vom Raubdezernat ausgegeben. Der Anrufer habe ihm mitgeteilt, dass die Polizei seine persönlichen Daten auf der Liste eines Einbrechers gefunden habe und nun seine Vermögenswerte fotografisch gesichert werden müssten.

Kurz darauf sei ein Mann an der Anschrift des Krefelders erschienen, habe dessen Wertsachen fotografiert und sich dann wieder verabschiedet. Noch am selben Abend erhielt der 90-Jährige dann einen weiteren Anruf: Die Fotos seien von schlechter Qualität, weshalb der Mitarbeiter erneut vorbei kommen müsse, um den Vorgang zu wiederholen. Wenig später habe dann derselbe Mann wieder vor der Tür gestanden. Er habe angegeben, dass er bei den schlechten Lichtverhältnissen keine guten Fotos mehr machen könne. Er müsse die Wertsachen mitnehmen und werde sie ihm am folgenden Tag zurückbringen. Der Senior folgte der Bitte des Mannes und händigte ihm die Sachen im Wert von mehreren zehntausend Euro aus.

Am Dienstagmorgen sei schließlich der nächste Anruf erfolgt. Nun wurde der Senior skeptisch: Ihm wurde mitgeteilt, dass sich der Rücktransport der Wertsachen verzögere. Er entschloss sich daraufhin, den Notruf zu wählen.

Insgesamt habe die Polizei Krefeld am Dienstag 13 Anrufe dieser Art registriert, heißt es weiter. In allen Fällen habe sich der Anrufer als „Markus Stahl“ ausgegeben. Die Polizei warnt noch einmal ausdrücklich vor der Masche der Betrüger - die echte Polizei ruft niemals an, um Vermögenswerte zu erfragen.

Der Täter wird als etwa 1,70 Meter groß mit dunklen Haaren beschrieben und soll dunkle Kleidung getragen haben. Er sprach nach Aussage des Opfers mit einem „leicht osteuropäischen“ Akzent. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02151/6340 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de zu melden.

(red)