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Fairtrade-Schokolade wird mit Fahrrad angeliefert

Nachhaltigkeit : Fairtrade-Schokolade in Krefeld

Mit dem Fahrrad kommt die Süßigkeit aus Amsterdam.

Die quietschgrünen Westen sind von weither zu sehen, die Fahrradklingeln tönen laut. Drei Krefelderinnen haben es geschafft und sind in drei Etappen von Amsterdam nach Krefeld geradelt. Im Gepäck haben sie 32 Kilo Schokolade, die sie per Pedale vollkommen umweltfreundlich herbringen. Mehr noch: Der Transport erfolgte sogar total emissionsfrei vom Kakaobaum aus Grenada, also von der Karibik nach Krefeld, das nun den Beinamen Fairtrade Town trägt.

Doch der Reihe nach: „Die Bohnen sind unter biologischen, nachhaltigen und fairen Bedingungen angebaut, geerntet und gehandelt“, erzählt Kerstin Pauly, die sich gemeinsam mit Annelie Wulff und Ilona Duzaar für die Tour de Schoki auf den Drahtesel geschwungen hat. „Mit dem Segelschiff, der SV Tres Hombres, kommen sie in großen Säcken nach Amsterdam, wo sie in die Manufaktur geschleppt oder mit dem Rad hingefahren und zu Schokolade verarbeitet werden.“ Mehr als 100 Radler aus 31 deutschen Städten haben bei der vorigen Fahrt im Frühjahr über 1000 Kilo des Luxusgutes dann in der Republik und in Österreich verteilt. Es werden immer mehr.

Krefeld ist jetzt erstmals dabei. Die Geschäftsleute von Bioladen Natürlich-Bettinger, Biobäckerei Schomaker, Café Max&Moritz, Rewe-Fischeln und Der andere Buchladen hatten im Vorfeld die Schokoladenmenge geordert. „Das ist steigerungsfähig“, finden die Radlerinnen, die gestern Nachmittag vor dem Rathaus ankamen. „Wir sind heute Morgen um
9 Uhr in Weeze gestartet und nach einigen kleineren Pausen hier angekommen. Nächstes Jahr gibt es erneut je eine Frühjahrs- und Herbstfahrt. Da sind wir wieder dabei und hoffen dann auf mehr Teilnehmer und mehr bestellte Schokolade.“

Pauly: „90 Gramm dieser besonderen Köstlichkeit kosten vier Euro. Im Verkaufspreis der Schokolade sind – im Sinn des Projektes – 50 Cent als Spende einkalkuliert, die der Händler an einen passenden Empfänger weitergibt.“

An der Rathaustreppe wurden sie von einer kleinen Delegation, darunter Bürgermeisterin Gisela Klaer, begrüßt. Es gab Kaffee, Wasser und natürlich wurde das ein oder andere Stückchen Schokolade genascht. Zwischen Amsterdam und Krefeld haben Pauly, Wulff und Duzaar sicher auch so manche Kalorie verbraucht.

Wer nächstes Jahr auf die eine oder andere Weise mitmachen möchte, wende sich an: