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Es tut sich was bei Maria Schutz

Es tut sich was bei Maria Schutz

Die Baugenehmigung für das neue Landhaus soll im Herbst vorliegen. 2020 könnten die Arbeiten an dem eingeschossigen Gebäude abgeschlossen sein.

Traar. Es herrscht bereits geschäftiges Treiben an der Maria-Sohmann-Straße in Traar. Im März ist der Altbau des Landhauses Maria Schutz abgerissen worden. Nun wartet das Areal auf seine neue Bebauung. Nach Fertigstellung können bis zu zwölf Tagesgäste in dem eingeschossigen Gebäudekomplex in Verantwortung der Krefelder Caritasheime betreut werden.

In dem Neubau direkt neben dem Altenheim sind auch ein Mehrzweckraum, ein Konferenzsaal, Büros, Besprechungsräume, eine Betriebswohnung sowie eine neue Kapelle mit Sakristei vorgesehen. „Eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Verwaltungs- und Schulungsgebäudes rechnete sich wirtschaftlich nicht“, sagt Hans-Georg Liegener, Geschäftsführer der Krefelder Caritasheime. „Und Tagespflege ist ein sehr wichtiges Angebot. Wir planen schon lange, mehr Tagespflegeplätze anzubieten.“

Vor zwei Jahren ermittelte die Stadt Krefeld den Bedarf für den Bereich der Tagespflege. „Wir haben uns an der Ausschreibung für Traar und Fischeln beteiligt und im September 2016 für beides den Zuschlag bekommen“, sagt Hans-Georg Liegener. Das Angebot der Tagespflege richtet sich an hilfebedürftige, ältere Menschen. Sie werden tagsüber in der neuen Einrichtung versorgt und betreut. Abends, an den Wochenenden sowie an Feiertagen leben sie in ihrem eigenen Zuhause.

Das Konzept ist eine Entlastung für pflegende Angehörige, und die Betroffenen können länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. „Tagespflege verlangsamt den Prozess der Demenz und zögert damit den Einzug in ein Heim hinaus“, sagt Liegener. Die Senioren fänden individuelle Beschäftigung und ihr Alltag sei strukturiert. Mit dem Slogan „Stärker im Leben“ benennt der Caritas-Vorstand die große Qualität der Tagespflege.

Die Verantwortlichen sind doppelt froh, dass der Bau realisiert wird. „Die hochwertige Architektur wertet die gesamte Anlage auf und passt gut in das Umfeld“, freut sich Liegener. Der Entwurf stammt von dem Krefelder Architektenbüro DGM, das vor 16 Jahren bereits den Neubau des Landhauses Maria Schutz mit 80 Pflegeplätzen inklusive Wohnbereichen für demente Senioren plante. Die Kosten der gesamten Maßnahme belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.

Aktuell läuft die Phase der Ausschreibungen. Hans-Georg Liegener hofft, im Herbst die Baugenehmigung zu bekommen. Mit der Fertigstellung wird bis Herbst des Jahres 2020 gerechnet.