Eros-Center in Krefeld: Bordell-Betreiber kann sich zu Plänen äußern 

Bordell : Stadt Krefeld leitet Verfahren gegen Eros-Center ein

Dass das Eros-Center in Krefeld geschlossen werden soll, ist schon seit Januar klar. Nun soll das entsprechende Verfahren folgen. Derweil hat sich der Betreiber des Bordells bei der Stadt gemeldet.

Nach monatelanger Detailarbeit der Verwaltung haben zunächst Oberbürgermeister Frank Meyer und die Polizei und abschließend auch der Stadtrat der Schließung des „Bordellbetriebs Mevissenstraße“ beschlossen. Wie es jetzt verfahrenstechnisch weitergeht, darüber hat die Verwaltung am Freitag informiert.

Für die Nutzung als Bordell besteht keine Baugenehmigung

„Die Stadtverwaltung Krefeld hat gegen den Betreiber des Bordellbetriebs Crazy Sexy an der Mevissenstraße ein Anhörungsverfahren zur ,Versagung der Erlaubnis nach Prostituiertenschutzgesetz wegen fehlender baurechtlicher Genehmigung’ eingeleitet“, erklärt Stadtsprecher Timo Bauermeister. Einen entsprechenden erforderlichen Antrag hatte der Betreiber bei der Stadtverwaltung gestellt.

Für eine Nutzung der Räumlichkeiten an der Mevissenstraße als Prostitutionsstätte besteht keine Baugenehmigung. Entsprechend wird die Verwaltung auch in Kürze zusätzlich ein baurechtliches Verfahren in der Sache einleiten.

Der Krefelder Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 29. Januar mehrheitlich gegen eine Änderung des dortigen Bebauungsplans (B-Plan 502) gestimmt. Die Stadtverwaltung hatte vorab dargestellt, dass die Konsequenz einer solchen Entscheidung die Einleitung eines ordnungsbehördlichen Verfahrens zur Schließung des Bordellbetriebs wäre.

Die Stadtverwaltung hat nun dem Betreiber mitgeteilt, dass beabsichtigt ist, den Antrag zum Betrieb des Bordells abzulehnen. Bevor eine entsprechende Verfügung ergeht, kann sich der Betreiber über das Anhörungsverfahren zu Tatsachen äußern oder den Antrag zurücknehmen.“

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